Pausen sind keine Belohnung, sondern lebensnotwendig

Shownotes

Sie ist Podcasterin, Gag-Maschine, Bestseller-Buchautorin und vor allem Zweifachmutter – der wohl härteste Job der Welt. Sie spricht offen und authentisch über Mutterrealität und bricht dabei auch das ein oder andere gesellschaftliche Tabu.

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00:00:00: #FanFluents

00:00:02: #DerRadioTeddyInfluencerTalk

00:00:04: Ich freue mich sehr bei mir heute zu Gast, besteller Outfohren und Podcasterin.

00:00:10: Soll ich noch Gagmaschine sagen?

00:00:12: Julia Knarren, schön, dass du da bist.

00:00:15: Hallo, danke für die Einladung.

00:00:17: Sehr, sehr gerne. Ich habe mich sehr auf dich gefreut, weil ich glaube, dass wir ganz gut miteinander können.

00:00:22: Wir sind beide einfach geradeaus und...

00:00:24: Ich ausgewöhn das ein Vibe da.

00:00:26: Ja, genau. Tabus sind für dich auch relativ gering, ne?

00:00:29: Ja, Tabus Loi, sage ich ja immer.

00:00:31: Tabus Loi, super.

00:00:33: Du schreibst ja über dich selbst.

00:00:35: Du bist Podcasterin, Gagmaschine, Bestseller, Buchautorin und professionelle Linesängerin.

00:00:41: Wir wollen aber gerne noch ein kleines bisschen mehr von dir wissen und machen deswegen mit dir...

00:00:47: Der Profilcheck.

00:00:49: Julia, ich stelle dir ein paar Fragen und du haust einfach raus.

00:00:53: Okay.

00:00:54: So wie immer. Verratst du uns, wie alt du bist?

00:00:56: Ich bin jetzt 35.

00:00:58: Du hast dich verdammt gut gehalten, darf ich das mal sagen?

00:01:01: Danke schön.

00:01:02: Also man kann das ja auf YouTube jetzt nachgucken, wie wir beide hier reden.

00:01:05: Also du siehst wirklich, Ende 20 wäre es locker gewesen.

00:01:09: Was machst du?

00:01:10: Was ich mache für meinen Aussehen. Also ich fühle mich einfach wie 20.

00:01:13: Ach so, okay.

00:01:14: Und denke, ich glaube ich auch wirklich noch, dass ich 20 wäre.

00:01:16: Das reicht?

00:01:17: Ja.

00:01:18: Okay, mal gucken, wie ich das hinkriege.

00:01:20: Wo wohnst du, liebe Julia?

00:01:21: Ich wohne in Berlin, in einem der schönen Bezirke, wo man viele Kinder hat.

00:01:25: Verratst du wo?

00:01:26: Nee.

00:01:27: Das müssen jetzt alle Berliner, die sich auskennen, jetzt selber.

00:01:30: Ich wusste es.

00:01:31: Wer gehört dann alles zu deiner Familie?

00:01:33: Mutter, Vater, Kind und Kind.

00:01:35: Okay, also du dein Mann und deine zwei Kinder.

00:01:38: Genau.

00:01:39: Ich habe ein Sohn und eine Tochter.

00:01:41: Sohn ist fünf Tochter, ist gerade drei geworden.

00:01:43: Schönes Alter?

00:01:44: Also ja und nein, beides.

00:01:46: Weil oh und oh und okay.

00:01:49: Und dann ist es so, dass ich jetzt in der Zeit bin,

00:01:52: weil oh und oh und okay.

00:01:55: Und oh.

00:01:56: Und oh Mann, nicht schon wieder.

00:01:58: Es ist auch oft mit dabei.

00:01:59: Und oh Mann, hört auf zu streiten.

00:02:01: Und nein, und stopp, und nein, und stopp.

00:02:03: Wie bist du Influencerin geworden?

00:02:05: Das ist eine sehr gute Frage.

00:02:07: Ich habe angefangen, den Mama lauter Podcast zu machen.

00:02:10: Ja.

00:02:11: Und ich hatte das Know-how, weil ich früher Podcast für andere gemacht habe,

00:02:13: bei Mitvergnügen.

00:02:14: Und habe dann angefangen auch auf Instagram aktiv zu werden.

00:02:17: Und habe dann ziemlich schnell, ziemlich offen Tabus gebrochen und so weiter.

00:02:20: Und dann habe ich dann auch wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:22: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:24: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:26: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:28: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:30: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:32: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:34: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:36: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:38: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:40: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:42: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:44: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:46: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:48: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:50: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:52: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:54: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:56: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:02:58: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:00: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:02: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:04: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:06: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:08: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:10: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:12: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:14: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:16: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:18: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:20: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:22: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:24: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:26: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:28: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:30: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:32: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:34: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:36: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:38: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:40: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:42: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:44: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:46: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:48: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:50: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:52: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:54: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:56: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:03:58: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:00: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:02: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:04: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:06: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:08: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:10: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:12: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:14: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:16: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:18: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:20: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:22: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:24: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:26: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:28: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:30: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:32: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:34: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:36: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:38: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:40: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:42: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:44: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:46: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:48: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:50: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:52: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:54: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:56: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:04:58: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:00: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:02: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:04: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:06: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:08: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:10: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:12: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:14: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:16: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:18: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:20: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:22: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:24: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:26: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:28: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:30: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:32: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:34: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:36: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:38: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:40: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:42: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:44: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:46: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:48: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:50: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:52: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:54: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:56: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:05:58: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:00: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:02: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:04: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:06: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:08: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:10: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:12: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:14: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:16: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:18: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:20: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:22: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:24: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:26: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:28: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:30: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.

00:06:32: Und das Männer immer noch mehr verdienen als Frauen.

00:06:34: Das ist einfach ein absoluter Superscherz.

00:06:36: Aber mein Mann...

00:06:38: Man ist zum Beispiel beim zweiten Kind komplett in die Elternzeit gegangen.

00:06:40: Das war sehr wholesome.

00:06:42: Das glaube ich.

00:06:44: Du hast währenddessen was gemacht, weiter gearbeitet?

00:06:46: Ich habe weiter gearbeitet.

00:06:48: Manchmal wurde mir am Anfang noch das Baby so angereichert zum Stillen.

00:06:50: Wie auf einem Tablett.

00:06:52: Oh, sehr schön.

00:06:54: Damals hast du es schon Social Media gemacht?

00:06:56: Ich habe damals schon, ja, ja.

00:06:58: Vor dem, nach dem, bei dem.

00:07:00: Komm noch mal rein.

00:07:02: Ja, als mein Sohn 3 Monate alt wurde.

00:07:04: Also mein Sohn, der jetzt 5 ist.

00:07:06: Als der 3 Monate alt war, da habe ich angefangen, Social Media und Podcast.

00:07:08: Okay, und du redest,

00:07:10: wir haben ja schon gesagt, du redest sehr,

00:07:12: sehr offen über Mutterschaft

00:07:14: und auch über das, was damit verbunden ist.

00:07:16: Lass uns doch mal überlegen,

00:07:18: ob wir beide denken,

00:07:20: dass das Mutter sein

00:07:22: oder das Eltern sein,

00:07:24: wir wollen ja jetzt keinen rausnehmen,

00:07:26: einer der härtesten Jobs überhaupt ist.

00:07:28: Ja, boh.

00:07:30: Bei dir war es sogar so,

00:07:32: dass dich das ziemlich psychisch angegriffen hat.

00:07:34: Nicht angegriffen,

00:07:36: aber dass dich das psychisch belastet hat.

00:07:38: Wie schwierig war das,

00:07:40: für dich mit 2 Kindern?

00:07:42: Es war sehr schwierig,

00:07:44: als meine Tochter ein richtig kleines Baby war,

00:07:46: so 10 Monate oder so.

00:07:48: Mein Sohn dann wahrscheinlich 2 oder 3,

00:07:50: ich kann gerade nicht rechnen.

00:07:52: Bin ich in eine Tagesklinik gekommen

00:07:54: mit Symptomen eines Burn-Ots.

00:07:56: Ich würde sagen,

00:07:58: nicht, dass die Kinder mein Problem war,

00:08:00: sondern mein Mama sein,

00:08:02: wie ich damit umgegangen bin.

00:08:04: Also beim Umgang damit war das Problem.

00:08:06: Also nicht der Job war das Problem,

00:08:08: dass es so extrem stressig war,

00:08:10: dass du nicht mehr wusstest, wo vorne und hinten ist,

00:08:12: sondern eigentlich war der Rest seines Alltags

00:08:14: so anstrengend und stressig.

00:08:16: Absolut. Und The Mix of It würde ich auch sagen,

00:08:18: weil auch das Arbeiten ja gerne mal eine schöne Ablenkung ist,

00:08:20: das kennen ja vor allem Männer,

00:08:22: dass das Arbeiten

00:08:24: eine gute Pause vom Elternalltag sein kann.

00:08:26: Und deswegen habe ich extrem viel gearbeitet,

00:08:28: auch ein bisschen zu viel vielleicht.

00:08:30: Und mein Thema war auf jeden Fall auch so,

00:08:32: Grenzen setzen konnte ich nicht.

00:08:34: Ganz schwer.

00:08:36: Auf die Bedürfnisse von anderen Arten,

00:08:38: das konnte ich sehr gut.

00:08:40: Die Bedürfnisse anderer Kinder,

00:08:42: anderen Erwachsenen,

00:08:44: wem auch immer, waren an erster Stelle.

00:08:46: Aber meine eigenen habe ich dadurch komplett verloren.

00:08:48: Ich war lost, ich wusste gar nicht mehr,

00:08:50: wer ich bin, was ich möchte,

00:08:52: ich war richtig raus.

00:08:54: Und bis dann tatsächlich den Schritt gegangen

00:08:56: und bist in eine Klinik gegangen?

00:08:58: Auf Empfehlung meiner Therapeutin,

00:09:00: der ich Gott sei Dank schon war,

00:09:02: war es für ein Privileg,

00:09:04: erst mal Therapieplatz überhaupt zu haben.

00:09:06: Und sie meinte, Frau Künschel, ich kann Ihnen da grad nicht helfen.

00:09:08: Sie brauchen grad, glaube ich, jeden Tag,

00:09:10: am besten Montag bis Freitag

00:09:12: so ein bisschen, so eine Struktur

00:09:14: und jemand, der für sie da ist,

00:09:16: weil sie kommen grad nicht mehr klar in ihrem Leben.

00:09:18: Also ich konnte, ich habe keine Termine mehr wahrnehmen können,

00:09:20: ich hatte keine Probleme,

00:09:22: ich hatte Gedächtnisprobleme,

00:09:24: ich wusste Namen von Menschen nicht mehr,

00:09:26: die ich gut kannte.

00:09:28: Ich hatte plötzlich so richtige Gliederschmerzen,

00:09:30: Migräne, Schwindelattacken,

00:09:32: mein ganzer Körper war so,

00:09:34: hör jetzt auf mit der

00:09:36: großen Sache.

00:09:38: Ist ja aber gar nicht so einfach aufzuhören

00:09:40: mit der großen Sache,

00:09:42: weil es ist deine Familie, es sind deine Kinder.

00:09:44: Wie hast du dich denn gefühlt,

00:09:46: als es gesagt wurde, Julia, du musst in eine Klinik,

00:09:48: du musst jetzt deine beiden kleinen Kinder

00:09:50: mit deinem Mann zu Hause lassen,

00:09:52: nicht, dass dein Mann sich darum nicht kümmern kann,

00:09:54: aber es ist trotzdem, als Mutter denkt man,

00:09:56: oh Gott, ich lasse jetzt meine Kinder komplett alleine.

00:09:58: Das ist doch noch so ein,

00:10:00: rauscht doch noch mal rein in den Kopf.

00:10:02: Du darf ich ganz viel Meinung zu, auf der einen Seite,

00:10:04: wenn jetzt ein Mann in eine Tagestinik gehen würde, würde keiner sagen,

00:10:06: oh Mann, und dann bleibt die Mama

00:10:08: allein zu Hause mit den Kindern, oh Gott,

00:10:10: dann unterstützt sie dich.

00:10:12: Wenn man es mal so rum sieht, auch lustig.

00:10:14: Und gleichzeitig hatte ich natürlich

00:10:16: ein sehr schlechtes Gewissen.

00:10:18: Ich hatte das Lieblingsgefühl einer Mutter,

00:10:20: Schuldgefühle ohne Ende,

00:10:22: die zerfressen mich bis heute immer und immer wieder.

00:10:24: Und das war echt hart.

00:10:26: Ich habe so viel geweint

00:10:28: und musste das erst mal so krass verarbeiten,

00:10:30: dass ich es schaffe,

00:10:32: bis ich auch das mit meinem Mann klären konnte.

00:10:34: Eigentlich war es in der Elternzeit gerade vorbei gewesen,

00:10:36: meine Tochter war kurz vom ersten Geburtstag

00:10:38: und er wollte wieder anfangen zu arbeiten

00:10:40: und ich war so, ja, sag es ist,

00:10:42: denn ich hau jetzt erst mal ab.

00:10:44: Und dann mal weg, wie happy Kerkling sein würde.

00:10:46: Genau.

00:10:48: Aber es hat gut funktioniert

00:10:50: und irgendwann habe ich gemerkt,

00:10:52: okay, in der Tagestlinik, also nicht in der

00:10:54: vollstationären Klinik, bin ich montag bis freitag

00:10:56: und ich kann nachmittag gehen

00:10:58: und die würden sogar einige Termine

00:11:00: bei mir nach vorne legen,

00:11:02: weil Menschen ohne Kinder die späteren Termine

00:11:04: nehmen können, heißt, ich kann meine Kinder

00:11:06: sogar vom Kindergarten abholen, wenn es mir okay geht

00:11:08: und so weiter.

00:11:10: Also es war dann sehr, sehr gut.

00:11:12: Du hast eine Therapie bekommen und durftest

00:11:14: dein Leben in etwas runtergefahrener

00:11:16: Art und Weise weiterleben.

00:11:18: Ja.

00:11:20: Wie lange warst du weg?

00:11:22: Ich würde sagen, da war ich zwei Monate.

00:11:24: Ich glaube, längere Zeit hätte mir sogar noch besser getan

00:11:26: und ich würde sagen, vollstationär hätte

00:11:28: mir sogar noch besser getan, aber das

00:11:30: konnten meine Schuldgefühle gar nicht.

00:11:32: Also dass ich dann ganz vor meiner Familie weg bin.

00:11:34: Viele Mütter müssen das machen

00:11:36: oder wehren sich krass dagegen,

00:11:38: aber es ist tatsächlich,

00:11:40: wenn man das einmal vollstationär macht,

00:11:42: glaube ich sogar etwas

00:11:44: nachhaltiger,

00:11:46: kommt es immer darauf an auf die Lebenssituation.

00:11:48: Deswegen kann ich da gar keinen Tipp geben.

00:11:50: Wie ging es dir, als du wieder zurückgekommen bist?

00:11:52: Würdest du sagen, ja, dann war alles super?

00:11:54: Und wir haben gesagt,

00:11:56: we are family.

00:11:58: Nö,

00:12:00: ich musste danach sofort

00:12:02: weiter in Therapie

00:12:04: und die Muster kamen und kamen und kamen

00:12:06: immer wieder und wieder und wieder.

00:12:08: Es ist nicht so einfach

00:12:10: und ich glaube nicht, man kann nicht einfach

00:12:12: in eine Klinik einchecken wie ein Hotel

00:12:14: und kommt dann besser gelaut wieder raus.

00:12:16: Aber ich habe viel gelernt.

00:12:18: Das wollte ich grad fragen. Was hast du denn mitgenommen?

00:12:20: Was kannst du denn anwenden?

00:12:22: Wie kannst du dir selber helfen in der Zeit?

00:12:24: Also ich habe gelernt, wie wichtig

00:12:26: Hobbies tatsächlich sind.

00:12:28: Also, dass man was macht, was man für sich macht

00:12:30: und dass Hobbies ohne Leistungsbezug

00:12:32: so wichtig und heilsam sein können,

00:12:34: dass man auch etwas machen kann,

00:12:36: was nicht der Beste ist,

00:12:38: sondern einfach irgendwas,

00:12:40: was man mit Leidenschaft gerne macht.

00:12:42: Und das vergessen wir sogar beim Hobby.

00:12:44: Wir denken sogar beim Hobby an Leistung und daran,

00:12:46: dass wir der oder die Beste sein müssen.

00:12:48: Wir müssen es einfach nur gerne machen.

00:12:50: Auch wenn wir im Core singen,

00:12:52: wir müssen nicht die schönste Stimme der Welt haben,

00:12:54: sondern hauptsache, wir fühlen uns gut dabei.

00:12:56: Und ja, dann habe ich angefangen zu malen.

00:12:58: Male unglaublich viel, richtig.

00:13:00: Agryl Leinwand, habe ein kleines ATJ in meinem Büro eingerichtet.

00:13:02: Damit hast du auch erst angefangen,

00:13:04: um zu einmal out of order sagen, was man so war.

00:13:06: Ja, das beruhigt mich sehr.

00:13:08: Ich male auch sehr kindliche Bilders.

00:13:10: Das ist irgendwie so inneres Kindkunst.

00:13:12: Und singen, ich habe ein ADHS Core gegründet.

00:13:14: Ein ADHS Core?

00:13:16: Wie funktioniert der?

00:13:18: Der funktioniert tatsächlich viel organisierter,

00:13:20: als jetzt alle gerade wieder denken.

00:13:22: Und daneben nur

00:13:24: Menschen teil, die eine ADHS Diagnose bekommen haben.

00:13:26: Sogar nur Frauen.

00:13:28: Und gestartet,

00:13:30: mit einem anderen,

00:13:32: mit vielen Freunden,

00:13:34: die ich kannte und auch einen Core gründen wollten.

00:13:36: Und dann hatten wir alle zufällig auch noch

00:13:38: diese ADHS Diagnose.

00:13:40: Und mittlerweile ist es so eine Mischung

00:13:42: aus Selbsthilfegruppe und Core.

00:13:44: Eine leitet das Musikalische,

00:13:46: die andere moderiert die Selbsthilfegruppe.

00:13:48: Und das ist wirklich sehr, sehr hausam.

00:13:50: Es sind nur Frauen,

00:13:52: wir sprechen natürlich auch viel über Zyklus,

00:13:54: Pirimino Pause, was auch immer.

00:13:56: Und das ist sehr schön.

00:13:58: Wir sind sehr echter, authentischer, schöner Raum.

00:14:00: Ich komme jetzt nochmal auf diese ADHS Diagnose zurück.

00:14:02: Du hast jetzt gerade gesagt,

00:14:04: auch in deinem Core,

00:14:06: wir haben zufällig alle ADHS.

00:14:08: Man hört das jetzt so,

00:14:10: wird das jetzt erstmal jedem aufgedrückt?

00:14:12: Ist das jetzt erstmal eine Entschuldigung für alles?

00:14:14: Das fragst du sehr kritisch

00:14:16: und das macht mich sauer.

00:14:18: Wir mögen uns aber trotzdem.

00:14:20: Wir mögen uns trotzdem.

00:14:22: Natürlich mögen wir uns trotzdem.

00:14:24: Aber du weißt,

00:14:26: das ist das, was von außen kommt.

00:14:28: Das wird ja erstmal,

00:14:30: der Stempel wird jedem erstmal aufgedrückt.

00:14:32: Das ist jetzt erstmal die Entschuldigung für alle.

00:14:34: Ich frage kritisch für alle.

00:14:36: Ja, ist doch super.

00:14:38: Ich höre die Hörerinnen und Hörer mitsprechen und fragen.

00:14:40: Also ich kann so viel sagen,

00:14:42: das Wort Modediagnose ist zum einen

00:14:44: bestimmt quasi irgendwie richtig,

00:14:46: weil plötzlich durch TikTok und Instagram

00:14:48: alle denken, sie hätten ADHS,

00:14:50: weil sie ihre Steuererklärung nicht gerne machen

00:14:52: und jetzt immer nicht gern aufräumen

00:14:54: oder ihre Wohnung nicht gern aufräumen.

00:14:56: Und das ist eine Diagnose aber hart

00:14:58: verletzend für Menschen, die es haben,

00:15:00: weil ganz viele sehr schlimm darunter leiden.

00:15:02: Ich bin eine

00:15:04: der wenigen erfolgreichen ADHS-Rinnen,

00:15:06: aber leide trotzdem extrem drunter

00:15:08: und habe immer wieder so schlimme Stimmungsschwankungen,

00:15:10: die ich niemanden wünsche,

00:15:12: wirklich niemandem.

00:15:14: Und deswegen finde ich das

00:15:16: sehr schwierig, dass

00:15:18: ADHS-Rinnen und ADHS-Rinnen einfach gerade kritisiert werden,

00:15:20: weil es so ein bisschen modisch wurde,

00:15:22: weil auf Instagram plötzlich alle drüber sprechen

00:15:24: und gleichzeitig

00:15:26: hat man endlich auf Social Media diesen Zugang

00:15:28: dazu und ich wünschte,

00:15:30: den hätte ich zum Beispiel schon mit

00:15:32: 18, 19, 20 gehabt,

00:15:34: dass ich diesen Content gesehen hätte,

00:15:36: weil dann wäre mir einiges erspart geblieben,

00:15:38: also zwischen 18 und 26

00:15:40: ging es mir richtig schlecht.

00:15:42: Zwischen

00:15:44: Hartz IV und Schrecklichen Nebenjobs

00:15:46: habe ich da alles Mögliche gemacht

00:15:48: und das war echt hart

00:15:50: und da leide ich jetzt noch unter der Zeit,

00:15:52: muss ich sagen.

00:15:54: Und du gehst ja ja sehr offen um

00:15:56: mit deiner ADHS-Diagnose,

00:15:58: die damals hast du ja schon kurz angerissen

00:16:00: in der Tagesklinik ja gemacht worden ist.

00:16:02: Wie gehst du da,

00:16:04: also bist du dann auch jemand, der

00:16:06: zu anderen geht und sagt, hast du schon mal testen lassen?

00:16:08: Hast du schon mal?

00:16:10: Könnte ja das sein?

00:16:12: Ich würde sagen am Anfang mehr, als jetzt.

00:16:14: Und ich glaube,

00:16:16: ich bin nicht die richtige Person dafür,

00:16:18: deswegen sollte ich es auf keinen Fall tun.

00:16:20: Es passiert mir immer wieder,

00:16:22: weil meine Stimme manchmal schneller ist

00:16:24: als mein Hirn.

00:16:26: Und das hat auf jeden Fall bei mir was

00:16:28: mit meinem ADHS zu tun,

00:16:30: dass ich so overshare, also zu schnell

00:16:32: Sachen sage, die ich eigentlich danach bereue

00:16:34: und auch overthinke.

00:16:36: Also Sachen Kras, Durchdenke

00:16:38: und Überdenke und Zerdenke.

00:16:40: Ja und deswegen passiert mir das natürlich manchmal,

00:16:42: aber ich versuche das danach

00:16:44: direkt wieder in eine andere Richtung zu lenken

00:16:46: oder entschuldige mich dafür,

00:16:48: dass ich da noch keine Expertin zum Thema ADHS

00:16:50: und es gibt einfach sehr viele Diagnosen,

00:16:52: die sehr ähnliche Symptome haben,

00:16:54: wie, keine Ahnung, Borderline Diagnose

00:16:56: sind auch voll viele Menschen,

00:16:58: glaube ich, falsch diagnostiziert

00:17:00: mit Borderline, die eigentlich ADHS-Larinnen sind

00:17:02: oder ADHS-Lar.

00:17:04: Und die posttraumatische Belastungsstörung,

00:17:06: die ich auch habe,

00:17:08: die Diagnose, die hat auch ganz ähnliche Symptome.

00:17:10: Was heißt posttraumatische Belastungsstörung?

00:17:12: Danke, dass du es mir mit den Lippen vorgemacht hast,

00:17:14: und diesen Mitsprechen.

00:17:16: Ich bin ja auch Ex-Waldorf-Schülerin,

00:17:18: ich könnte es tanzen.

00:17:20: Das machen wir nachher.

00:17:22: Das heißt, dass mir Traumata

00:17:24: wiederfahren sind.

00:17:26: Das kann in Entwicklung

00:17:28: oder Bindungstrauma sein, also aus der

00:17:30: ganz, ganz, ganz frühen Vergangenheit.

00:17:32: Das kann aber auch ein Schocktrauma sein,

00:17:34: dass mir Sachen wiederfahren sind,

00:17:36: die ich nicht verarbeitet habe, verdrängt habe

00:17:38: und die immer wieder hochkommen und irgendwann

00:17:40: muss man sich da auch mal drum kümmern.

00:17:42: Dann kommen wir noch mal auf die Mutterschaft zurück.

00:17:44: Ich möchte Ihnen eine Stellenbeschreibung

00:17:46: als Mutter machen.

00:17:48: Okay, wow, eine Stellenbeschreibung

00:17:50: als Mutter.

00:17:52: Was sind die Anforderungen?

00:17:54: Was ist so fürs Bewerbungsprofil?

00:17:56: Ich finde das jetzt glaube ich mal spannend,

00:17:58: wenn wir das zusammentragen würden.

00:18:00: Wollen wir was zusammen machen?

00:18:02: Suche.

00:18:04: Das ist schon mal ein Doppelpunkt.

00:18:06: Suche als Mutter.

00:18:08: Suche Personen,

00:18:10: die die Bedürfnisse

00:18:12: von anderen riechen kann,

00:18:14: keine eigenen hat.

00:18:16: Das ein Tag länger als 24 Stunden ist?

00:18:18: Ja.

00:18:20: Die Kontrolle niemals abgibt

00:18:22: und alles selbst macht

00:18:24: und stets kein Problem mit Schild- und Schamgefühlen mit sich bringt.

00:18:26: Da bewirbt sich auch keiner drauf, oder?

00:18:28: Wenn man das so hört, und wir sind es,

00:18:30: das ist ja das Profil einer Mutter.

00:18:32: Das ist das, was du so sagst,

00:18:34: wo du dich auch in deiner Mutterschaft

00:18:36: wahrscheinlich siehst oder gesehen bist.

00:18:38: Das ist das, was du so sagst,

00:18:40: wo du dich auch in deiner Mutterschaft wahrscheinlich siehst.

00:18:42: Genau.

00:18:44: Beides.

00:18:46: Wie schaffst du es denn, dass deine Mutterschaft jetzt nicht mehr ganz so anstrengend ist?

00:18:49: Ich kann viel besser wahrnehmen und ich weiß durch die ganze Therapie viel mehr über mich

00:18:57: mittlerweile.

00:18:58: Also ich habe schon sehr viele Erfolge auch mittlerweile erzielt, wie das ich weiß, dass

00:19:03: in meinem Kopf eine selbstkritische Stimme ist, die mir immer wieder sagt, wie schlimm

00:19:07: ich bin und wie schlimm ich alles mache und wie sehr mich alle anderen gerade hassen,

00:19:11: wenn ich PMS habe, die Zeit vor der Periode, da habe ich immer sehr schlechte Laune und

00:19:17: da finden mich alle anderen plötzlich noch blöder als vorher, komisch, aber auch nur

00:19:22: in meinen Gedanken und ich kann das jetzt viel besser wahrnehmen und weiß es nicht echt,

00:19:26: ich kann sagen, stopp, hör auf zu reden da drin und ja, also ich kann Sachen einfach,

00:19:33: ich weiß es, ich weiß es theoretisch viel besser und kann es besser wahrnehmen, wenn

00:19:36: es mir okay geht, ja, wenn es mir schlecht geht, weiß ich gar nichts mehr, dann habe

00:19:38: ich keine Reminder, dann weiß ich gar nicht, was ich anwenden kann, aber ich kenne mein

00:19:42: Skills eigentlich, Yoga oder so ein Akkupressurigen, Igelball, was auch immer irgendwie so was

00:19:48: mich schnell beruhigen könnte.

00:19:49: Jetzt sagst du, du kennst dich ja sehr genau und du weißt, wie du dir selber helfen kannst,

00:19:56: vielen Müttern und bestimmt auch Vätern geht es wahrscheinlich auch so, dass sie sich oft

00:20:01: überfordert fühlen und damit meine ich nicht im Job, sondern innerhalb der Mutterschaft,

00:20:07: dass man so selber nicht mehr auf sich achtet und eigentlich nur noch auf alle anderen und

00:20:11: du hast ja gesagt, du kennst dich sehr gut, wie gibt es denn irgendwie ein Geheimrezept,

00:20:16: wie ich an mir selber merken kann, oh jetzt wird es aber schwierig mit meiner Situation,

00:20:21: ich kann das alles nicht mehr so überblicken, wie ich es gerne tun würde mit der Übersicht,

00:20:29: ich muss mir jetzt helfen.

00:20:31: Gibt es da so kleine Stellschrauben, an denen man erst mal ohne professionelle Hilfe vielleicht

00:20:37: erst mal stellen kann?

00:20:38: Ja, also ich kann die Symptome von mir sagen, weil ich kann nicht sagen, bei der und bei

00:20:43: der und bei der Person ist es immer gleich und ich bin auch wie gesagt kein Expertin,

00:20:47: keine Terepid, keine Psychiaterin, blah blah blah blah blah, muss ich alles dazu sagen,

00:20:51: blah blah blah, aber bei mir war es so, also wirklich so ganz schlechtes Gedächtnis komplett

00:20:57: neben mir, Sachen viel mehr vergessen als sonst, Sachen zu Hause vergessen, viel schneller

00:21:05: zickig, viel schneller geschrien übrigens, wenn man als Mutter auch mal schreit völlig

00:21:10: normal, macht jede, es redet einfach nur keiner drüber, so, wenn man schneller schreit als

00:21:16: sonst, wenn man sich dafür dann krass schämt, wenn man dann auch anfängt da richtig zusammen

00:21:20: zu brechen oder so immer, hey dann hilfest du ruhigst immer sehr sehr gut, aber du meinst,

00:21:25: wenn das ich selber helfen kann, hey da überlege ich kurz, ich glaube man muss was für sich

00:21:29: finden, was passt, bei mir ist es wirklich Achtsamkeit hilft eigentlich jedem, Ausdauerspört

00:21:34: hilft bestimmt auch jedem, das sind beides wirklich Kies, die zwei großen a's, ah ah,

00:21:39: andere sagen kaka, die sagen ah ah, ja die sagen ah ah, bei radio Teddy, ja.

00:21:46: Ich weiß genau was du meinst, weil ich war ja mal in einer ähnlichen Situation, es

00:21:51: ging bei mir nicht so weit, dass ich in die Klinik musste, aber bei mir war es Ende 2019

00:21:56: so, dass ich gemerkt habe, dass ich mit dem Job, also dem Radiobjob jetzt auch noch teilweise

00:22:01: alleine erziehen, dass ich da gerade echt schwierig mit zurecht komme und ich weiß nicht,

00:22:06: ob du das kennst, ich hatte so dieses, oh Gott was denken die anderen von mir, ich bin

00:22:10: alleine erziehen, hab ein Fulltime Job, hab ein Haus, die müssen doch wissen, dass ich

00:22:16: das alles im Griff habe.

00:22:17: Ich habe jetzt auch nicht so eine große Familie im Backup, die mir jetzt jederzeit mein Kind

00:22:22: abnehmen könnten, ich habe halt nur noch meine Mama, da ist es dann, und die hat selber

00:22:25: zu dem Zeitpunkt noch gearbeitet, also ich merkte, dass irgendwas nicht stimmt, ich

00:22:30: bin gereizt über Sachen, wo kein anderer was für kann, eigentlich nur ich mir gerade selber

00:22:36: den Stress mache, der unnötig ist und ich muss mir Hilfe holen.

00:22:39: Und wenn er tatsächlich zur Ärztin gegangen, zu unserer Hausärztin, die hat dann gesagt,

00:22:44: wir müssen dich da mal ein bisschen rausziehen, ich schreibe dich jetzt erstmal krank und

00:22:49: dann sehen wir zu, dass wir ganz schnell eine Mutter-Kind-Kur für dich kriegen.

00:22:52: Mir hat das so geholfen, auch dieses Achtsamkeitstagebuche, was wir damals geschrieben haben, das

00:22:57: habe ich immer noch zu Hause und mir geht es ja jetzt mittlerweile, das ist jetzt vier

00:23:00: Jahre her, viel besser, ich sage nicht, es ist alles weg, ich motze meinen Sohn glaube

00:23:05: ich manchmal immer noch ohne Grund an, aber das liegt dann auch daran, dass man vielleicht

00:23:09: an dem Tag irgendwas doof ist.

00:23:11: Man ist halt auch nur ein Mensch.

00:23:13: Ich wünschte auch, ich wäre perfekt.

00:23:15: Es ist leider nicht möglich.

00:23:17: Nee, es ist auch nicht.

00:23:19: Aber hier, erzähl mal zu Ende, ich habe ganz viel dazu zu sagen.

00:23:22: Ja, erzähl mal erst, ich bin ja eigentlich am Ende, mir geht es ja jetzt so weit wieder

00:23:25: gut, aber ich merke so kleine Rückfälle, habe ich manchmal immer noch, ich muss zum

00:23:30: Beispiel alles gut durchplanen und wenn was nicht funktioniert, dann bin ich eigentlich

00:23:34: echt erstmal los.

00:23:35: Das kenne ich, das beruhigt mich auch sehr, es vorher zu planen, also wirklich, das auch

00:23:39: zu wissen, wie es aussieht oder wenn ich auf ein Event gehe, wer kommt genau, am liebsten

00:23:43: sehe ich sogar die Gäste-Listen, auch so in meinem Influencer-Kontext, frage ich gerne

00:23:47: vorher nach einer Gäste-Liste wer kommt, aber nicht irgendwie, weil ich bestimmte Angst

00:23:51: vor bestimmten Personen habe, sondern weil ich mir das einfach vorstellen will.

00:23:54: Ja, verstehe ich gut.

00:23:55: Ich weiß, wie wer da ungefähr ist.

00:23:57: Also, ich habe mir sehr viele Sachen aufgeschrieben, als du besprochen hast.

00:24:01: Hast du die Dinge notiert?

00:24:02: Ja, weil sonst vergesst ich sie und dann bereue ich es und dann wird es nicht so, wie

00:24:05: ich es mir vorgestellt habe und das sind wir wieder beim Thema und dann ärgere ich mich

00:24:08: danach.

00:24:09: Ja, verstehe ich.

00:24:10: Also, einmal, viele Mamas nehmen sich einfach keine Zeit für sich, weil sie denken, sie

00:24:15: dürfen das nicht.

00:24:16: Sie denken, sie müssen jetzt genau so sein, wie sie sich es vorgestellt haben, etwa 100

00:24:20: Prozent auf die Bedürfnisse anderer achten.

00:24:21: Also, mein Mann und ich machen jeweils zehn Tage Urlaub alleine im Jahr, wo oder 14 Tage

00:24:27: mittlerweile, wo jeder alleine irgendwo hinfliegen darf oder hinfahren oder hin schwimmen oder

00:24:32: was auch immer.

00:24:33: Alleine ohne die Kinder?

00:24:34: Alleine ohne die Kinder und ohne den Mann oder die Frau.

00:24:36: Also, entweder mit Freundinnen und Freunden oder ganz alleine.

00:24:39: Und es ist natürlich höchst privilegiert, weil ich nach New York geflogen bin, aber

00:24:43: man kann natürlich auch einfach sagen, hey, ich gehe aufs Land oder whatever.

00:24:47: Ich mache einfach was ganz alleine, nur für mich.

00:24:50: Es könnten auch nur zwei Tage sein, ja.

00:24:51: Es kann sich ja auch nicht jeder zeitlich leisten.

00:24:53: Es ist ein Purvolic.

00:24:54: Aber diese Alleinzeit ist so wichtig für uns, um zu spüren, wer wir sind, weil wir sind nicht

00:25:00: nur Mama und Papa, wir sind auch echte Menschen, die wir vorher waren und die muss man nicht,

00:25:06: die muss man nicht hinter sich lassen.

00:25:07: Die dürfen noch da sein.

00:25:08: Und ich glaube, wir dürfen auch einfach wir selber wieder sein.

00:25:12: Das ist aber ganz schwer für viele.

00:25:15: Und Hilfe annehmen ist schwer, Hilfe annehmen ist mega schwierig, aber es ist auch mega mutig.

00:25:22: Weil wenn man sich traut, nach Hilfe zu fragen, wenn sich eine Freundin von mir traut, nach

00:25:28: Hilfe zu fragen, dann singe ich erst mein Loblied.

00:25:31: Wie cool das von ihr ist, dass sie das überhaupt macht.

00:25:33: Ja.

00:25:34: Und wenn ich weiß, dass es eine Person nicht kann, dann zwinge ich sie zu ihrem Glück.

00:25:38: Da frage ich nicht, hey, darf ich dir, wenn du im Wochenbett bist, was du essen vor

00:25:41: die Tür stellen, am Ende sagt sie, nehm ich dann nein, wenn sie keine Hilfe annehmen

00:25:44: kann, sondern ich mach's einfach.

00:25:46: Ich stell da was davor.

00:25:47: Ja.

00:25:48: Und dann klopfe ich und dann renne ich weg.

00:25:49: Du bist ja eine gute Freundin.

00:25:52: So, und dann habe ich aber noch was zu sagen.

00:25:54: Erzähl weiter.

00:25:55: Ich bin gespannt.

00:25:56: Ich stelle mich gerade übrigens seit sehr gute Freundin da.

00:25:57: Ich bin auch manchmal echt weird mit meinen Stimmungsschwankungen.

00:25:59: Also Bindung, ich lerne noch.

00:26:03: Geht so.

00:26:04: Moment.

00:26:05: Ich habe noch ein Satz aufgeschrieben, und zwar, als du meintest, dass du nicht Eltern

00:26:10: oder viele Menschen um dich rum hast, die sich mit ums Kind kümmern.

00:26:15: Und das fand ich auch nochmal krass, weil alles, was früher selbstverständlich war,

00:26:20: ist heute plötzlich ein Privileg, dass man so dieses Dorf um sich herum hat.

00:26:24: Das ist für uns, wir schwimmen ja alle und denken, wir müssten das alleine schaffen.

00:26:28: Was ist das?

00:26:29: Warum ist das so?

00:26:30: Ja, ja.

00:26:31: Gestern war ich auf dem Kinderflohrmarkt und habe auch irgendwie ganz oft so anderen

00:26:35: Müttern zugehört.

00:26:36: Ich liebe das.

00:26:37: Und wie oft, Mütter, ich fällt dann gleichermaßen, sorry, also auf jeden Fall Eltern zu ihren

00:26:43: Kindern so sind, hör mal auf zu schreien oder hör mal auf zu weinen, hör mal auf das,

00:26:47: hör mal auf das.

00:26:48: Ich denke mir, das Kind ist gerade hingefallen und braucht einfach mal ganz kurz eine Umarmung.

00:26:52: Und gleichzeitig bin ich natürlich genau die Mama, die auch ganz oft sagt, jetzt hör

00:26:55: mal auf zu schreien oder auf zu weinen, wenn ich fertig, fertig bin.

00:26:58: Also ich will jetzt nicht sagen, ich bin hier die perfekte Mutter.

00:27:02: Aber was wir nicht vergessen dürfen, ist, dass alle Kinder alle Gefühle haben dürfen

00:27:06: und dass wir nicht sagen dürfen, hör auf zu so zu sein, hör auf so zu sein, hör auf

00:27:09: so zu sein, bis es sich irgendwann angepasst hat und einfach genauso funktioniert, wie

00:27:14: wir uns das wünschen und dann, tschüss.

00:27:17: Also wenn dein Kind jetzt draußen mal rumschreit, dann denkst du nicht, was sollen die anderen

00:27:23: denken, sondern ja, du hast halt gerade diese Emotionen.

00:27:25: Ja, wenn mein Kind draußen laut singt, ja?

00:27:28: Ja, das ist super.

00:27:29: Wie oft dann irgendwelche Menschen ihre Augen verdrehen und ich denke mir halt, ey, das

00:27:32: freut sich gerade voll und ich freu mich gerade, wenn ich jetzt sagen würde, hör auf, dann

00:27:34: würde ich ja sagen, du darfst gerade nicht, du darfst dich gerade nicht freuen, du darfst

00:27:37: gerade nicht glücklich sein.

00:27:38: Ja, ist total erschrocken.

00:27:39: La la la la, mach mich sauer.

00:27:42: Mütter sind und Väter Eltern sind, Schofer, Koch, Streitschli, also Kriegsminister.

00:27:52: Du schlägst grad aber nur von Männern, ne?

00:27:54: Was würde man sagen, Kochköchen.

00:27:56: Ja, hey, wie machen wir es?

00:27:57: Da bin ich ehrlich.

00:27:58: Man muss kochen können, man muss Auto fahren können.

00:28:00: Ah, sehr gut.

00:28:01: Man muss.

00:28:02: Frau auch.

00:28:03: Oder was ist man noch?

00:28:04: Was muss man noch können?

00:28:05: Also eigentlich Pädagogin, Pädagoge, Kochköchen, was ist noch, Fahrer, Fahrerin, Begleitperson,

00:28:12: was muss man noch alles sein?

00:28:14: Alle die zuhören sind so, na das und das und das und das und das.

00:28:17: Genau, uns fällt jetzt ja den Fan tausende Sachen ein.

00:28:20: Entertainer.

00:28:21: Warum wird denn für mich gefühlt dieser Job als Mutter immer noch nicht als Job und

00:28:30: es ist ein verdammter 18-Stunden-Tag, den du als Mutter oder als Vater hast.

00:28:39: Warum wird das immer noch nicht genug gewertschätzt?

00:28:43: Ich finde genug gewertschätzt.

00:28:45: Ganz ehrlich, ich bin lieber hier auf der Arbeit, einfach weil es auch entspannter ist,

00:28:49: als mit einem kranken Kind zu Hause.

00:28:51: Ist es?

00:28:52: Außer es ist so krank, dass es nicht mal mehr Fernsehen gucken kann.

00:28:57: Richtig, aber das Schlimmste ist ja, wenn sie so halbkrank sind und eigentlich gut drauf

00:29:01: und du aber trotzdem zu Hause bleiben musst.

00:29:03: Ich bin lieber acht Stunden hier, also nicht lieber, verstehe das nicht falsch, es ist

00:29:07: weniger anstrengend, acht Stunden hier zu sein als acht Stunden Mutter zu sein.

00:29:12: Da gibt es halt das zu gesund für zu Hause, zu krank für die Kita.

00:29:16: Ja, genau.

00:29:17: Das ist keins auf krank.

00:29:19: Ja, okay.

00:29:20: Warum ist es nicht genug gewertschätzt wird?

00:29:22: Keine Ahnung, mir fallen Sprüche ein von älteren Generationen gesagt.

00:29:26: Oder anders, findest du auch?

00:29:27: Wir haben es früher auch so machen müssen.

00:29:29: Aber ja.

00:29:30: Findest du es auch, findest du auch, dass es nicht genug gewertschätzt wird?

00:29:35: Ja, hält so 100 Prozent.

00:29:37: Und ärgerlicherweise können auch meistens nur Eltern, die Kinder im ungefähr gleichen

00:29:42: Alter haben, nachvollziehen was passiert, weil man vergisst auch ganz schön viel.

00:29:47: Ja, das kennst du bestimmt auch, dass man so viel vergisst, auch dass ich jetzt selber

00:29:50: bei so einem Babymamas oder Babypappas manchmal denke, ja komm entspannt euch mal, es wird

00:29:54: noch schlimmer.

00:29:55: Also ich bin wirklich genau die Warzmalabmutter, die ich früher gehasst habe.

00:29:58: Ich kenne das total gut.

00:30:00: Ja oder wenn eine Freundin erzählt so, ich war im Wochenbett und dann kam meine Mama

00:30:03: und die konnte das Baby gar nicht hier halten, aber dir doch selber vier Kinder bekommen.

00:30:06: Ja, aber vor 30 Jahren.

00:30:08: Ja, richtig.

00:30:09: Und ein Babyhalten ist eh krass.

00:30:10: Das ist wirklich...

00:30:11: Ich hatte jetzt auch, also ich meine Angst.

00:30:14: Mega.

00:30:15: Dieser Kopf.

00:30:16: Ja, das ist so klein und so geht kaputt.

00:30:20: Nein, es geht ja nicht kaputt, aber man denkt es geht kaputt.

00:30:23: Aber ich finde es wirklich immer noch schwierig, dass, oh naja, du warst ja krank zu Hause mit

00:30:28: dem Kind, weil es irgendjemand was das bedeutet, wenn man mit einem kranken Kind zu Hause ist,

00:30:32: was das für ein Stress ist.

00:30:34: Ja, für die Kolleginnen und Kollegen, das hat so ja dein Urlaubstag mehr.

00:30:37: Aber das ist ja gar nicht so.

00:30:39: Also ich würde mir auf jeden Fall wünschen, dass das Mutter sein so ein bisschen mehr

00:30:43: gewertschätzt wird.

00:30:44: Was meinst du denn, was dafür passieren müsste?

00:30:46: Also einmal Gehalt, Geschlechter gut verteilt.

00:30:52: Also dazu schon mal ein kurzes Loll.

00:30:56: Ja, wer bin ich?

00:30:58: Wer bin ich?

00:30:59: Dass ich das, wie man das ändert, aber ich weiß, dass Männer immer noch mehr verdienen.

00:31:02: Und wenn dadurch dann auch mehr Männer, es braucht auf jeden Fall mehr Männer Vorbilder,

00:31:09: die in Elternzeit gehen und zeigen, wie wichtig das ist.

00:31:12: Und wenn dann ist wirklich noch mehr Männer tun und mehr und mehr nachziehen und mehr

00:31:16: und mehr und mehr und mehr.

00:31:17: Ich glaube, dann könnte was passieren, weil kein Mann möchte so dargestellt werden, wie

00:31:23: wir Frauen es immer wurden.

00:31:25: Meinst du, wir Mütter können dafür was tun?

00:31:30: Uns zusammentun, uns nicht abwerten.

00:31:34: Coolmanns don't judge, sage ich ja immer ganz gerne.

00:31:37: Also es ist schon krass, wie oft man andere bewertet.

00:31:40: Und vor dem Bewerten hat man ja auch Angst, dass der selber zählt.

00:31:44: Also wie oft ich zu meinen Kindern viel strenger oder viel mehr schön für, wenn andere Menschen

00:31:49: dabei sind, weil ich denke, die könnten das und das so und so denken.

00:31:53: Klar, das ist dann auch in meinem Kopf.

00:31:55: Aber es ist einfach real, ich bin einfach Mama-Einflutzerin, deswegen weiß ich es, dass

00:31:59: Menschen mich bewerten für, warum ich wie mit meinen Kindern bin.

00:32:02: Ja.

00:32:03: Und das geht gar nicht.

00:32:04: Coolmanns don't judge, man weiß ja gar nicht den Hintergrund oder warum oder wie oder was.

00:32:09: Ja.

00:32:10: Also ja, ich glaube, das würde helfen.

00:32:13: Frauen müssen sich mehr zusammentun und keine Einzelkämpferinnen sein.

00:32:16: Wir machen jetzt mal einen kurzen Sprung.

00:32:18: Du hast ja ein tolles Buch geschrieben, Mama kann nicht mehr, heißt das?

00:32:23: Darum bist du Bestzellerautorin.

00:32:25: Sagst du nochmal?

00:32:26: Bestzellerautorin.

00:32:27: Sogar ein Dorfhild mit beiden Büchern.

00:32:30: Mit beiden Büchern.

00:32:32: Was machst du denn heute, wenn du mal nicht mehr kannst?

00:32:36: Dann hoffe ich, dass mein Mann es sieht und sagt, ich soll Pause machen, weil wenn ich

00:32:41: gar nicht mehr kann, dann kommt immer wieder Schuldgefühle hoch.

00:32:45: Ich darf jetzt keine Pause machen.

00:32:46: Es passiert mir immer wieder.

00:32:48: Ehrlich?

00:32:49: Immer noch.

00:32:50: Ja.

00:32:51: Und ich wünsche mir, dass es aus mir selbst heraus kommt, dass ich sage, ey, es passiert

00:32:54: aber auch, auch das passiert manchmal.

00:32:56: Aber wenn es mir richtig, richtig, richtig, richtig schlecht geht, dann habe ich Schuldgefühle

00:33:00: und trau mich das nicht.

00:33:01: Aber ja, dass ich einfach Pause mache, dass ich rausgehe, dass ich das Haus verlasse,

00:33:05: dass ich um den Block laufe, dass ich in den Park gehe.

00:33:07: Die Farbe Grün beruhigt das Nervensystem.

00:33:08: Hilft wirklich sehr, kann ich sehr empfehlen.

00:33:11: Wald, Park, Grün.

00:33:12: Geht raus.

00:33:13: Also rausgehen aus der Situation.

00:33:15: Wenn du merkst, du kannst jetzt nicht mehr, also du bist einfach an deinem momentanen

00:33:22: Limit, dann gehst du sofern du kannst und die Kinder nicht gerade alleine irgendwo sitzen

00:33:27: lässt.

00:33:28: Versuchst du einfach die Situation zu verlassen.

00:33:30: Genau.

00:33:31: Es ist nicht nur eine Grenze erreicht, sondern auch über die Grenzen schon darüber.

00:33:35: Wenn es ein blöder Moment ist, wo ich mal wieder wie aus dem Geschrien habe und mich

00:33:39: dafür auch schäme, dann gehe ich aus dem Raum auch mal raus, atme, reiste das Fenster

00:33:44: auf, frische Luft oder kaltes Wasser ins Gesicht auf die...

00:33:47: Wie heißt das hier?

00:33:49: Handgelenk.

00:33:50: Handgelenk.

00:33:51: Wir haben heute ein Wortfindungsstörung.

00:33:52: Sehr schön.

00:33:53: Das ist meistens schon ein gutes Zeichen.

00:33:54: Echt jetzt?

00:33:55: Wortfindungsstörung.

00:33:56: Also war bei mir auf jeden Fall eins von, okay, mach mal eine Pause.

00:34:00: Mein Arbeitszeit hat gerade erst angefangen.

00:34:03: Ich bin ja Befürworterung von Befürwörterin.

00:34:09: Was bin ich denn?

00:34:12: Befürworterin.

00:34:13: Ne.

00:34:14: Befürwörterin.

00:34:15: Das ist Wortfindungsstörung.

00:34:16: Befürwörterin ist es, glaube ich.

00:34:18: Ich stehe ja sehr für das Thema Pause machen und habe auch mal so eine Challenge gemacht,

00:34:23: dass man alleine, wenn man jeden Tag fünf Minuten Pause am Tag macht, dass das safe

00:34:28: schon was mit der mentalen Gesundheit macht.

00:34:32: Ich bin eher so ich als Nichtexpertin sicher, weil ich selber ausprobiere an mir selbst.

00:34:36: Heißt, fünf Minuten am Tag, was für sich machen.

00:34:39: Fünf Minuten Yoga gibt es bei YouTube.

00:34:41: Gibt man einen fünf Minuten Yoga?

00:34:42: Zack, Comedy, Marathon.

00:34:44: Dann fünf Minuten, keine Ahnung, was malen, fünf Minuten lesen, aber irgendwas, was

00:34:50: eine wirklich mal so nur für sich ist, was man wirklich gerne liebt.

00:34:54: Um den Block rennen, je nachdem wie es einem geht, Hochanspannung, Treppen hoch und runter

00:34:58: rennen ist auch voll gut, wenn man gestresst ist, weil es die Anspannung löst.

00:35:01: Eine Treppenstufe sind, glaube ich, drei Schritte.

00:35:03: Also richtig schön Treppen runterlaufen, sehr gut auch.

00:35:06: Und ich glaube, jeden Tag fünf Minuten Pause am Tag zeigen einem, wie wichtig Pause ist.

00:35:10: Und ich glaube dafür ist es am allermeisten, dass man merkt, okay, Pause tun mir gut,

00:35:14: Pause sind wichtig für mich.

00:35:15: Ich darf Pause machen.

00:35:17: Ganz wichtig.

00:35:18: Ich finde, das ist gerade ein total schönes Abschlusswort gewesen.

00:35:21: Ich mache eine Pause, Leute, jetzt.

00:35:23: Wir machen jetzt auch noch Pause, oder?

00:35:25: Ja.

00:35:26: Wir trinken jetzt noch ein Tee.

00:35:27: Ja.

00:35:28: Und ich irgendwas anderes?

00:35:29: Tee ist nicht so meins.

00:35:31: Es ist jetzt Herbst, die Gimmogurlszeit beginnt.

00:35:33: Wir trinken jetzt Tee und wir machen uns die Ärme so ein bisschen über die Hände und trinken

00:35:37: Tee so.

00:35:38: Ich trinke lieber ein Käffchen.

00:35:41: Ich bin lieber Kaffee trinke, lange nicht gewesen.

00:35:44: Bist du eine Hafermilch-Maus?

00:35:45: Nein, es würde keinen Mann sagen.

00:35:47: Bist du eine Hafermilch-Maus?

00:35:49: Ich bin eine Kuhmilch-Maus.

00:35:51: Oder wie die Profis sagen, normale Milch.

00:35:54: Ich bin nicht normale Milch.

00:35:56: Nein, ich nehme normale Milch und auch normalen Zucker.

00:35:59: Warte mal, ganz kurz.

00:36:00: Du hast gesagt, du willst ein Kinderbuch schreiben?

00:36:04: Ja.

00:36:05: Viel darfst du davon noch nicht erzählen?

00:36:07: Also, ich sag mal so, es ist schon geschrieben.

00:36:10: Ah, okay.

00:36:11: Und nächstes Jahr kommt es auf jeden Fall raus.

00:36:13: Ich weiß noch nicht, ob ich das ...

00:36:15: Ich sag mal lieber noch nichtses daten, das kommt nächstes Jahr raus.

00:36:17: Ich denke nach dem Sommer.

00:36:19: Ich habe noch ein paar Sachen, die ich mir selber lesen oder vorlesen.

00:36:22: Also für Kinder zum selber lesen oder für ...

00:36:24: Es ist für Kinder zum vorlesen, aber es ist schon Papierseitenbuch

00:36:28: und schon Geschichte und sehr schön illustriert.

00:36:30: Meine Lieblings-Idustratorin, alle, die mich kennen, wissen jetzt, wer das ist.

00:36:34: Und das Thema ist eins meiner Lieblingsthemen.

00:36:37: Findet das Lieblingsthemen in dieser Folge.

00:36:39: Spult noch mal zurück.

00:36:41: Oh, das ist aber ein schöner Tee.

00:36:44: Aber liebe Julia, eine Sache möchte ich noch von dir wissen.

00:36:47: Ein Familienmotto, ein Lebensmotto.

00:36:50: Verrat mir doch mal bitte ...

00:36:52: Euer Hashtag.

00:36:54: Dein Hashtag.

00:36:55: Das ist ein sehr langer oder langes ...

00:36:57: Okay.

00:36:58: Langer Hashtag, langes Hashtag.

00:36:59: Du bist die Influencerin.

00:37:00: Ja, genau. Deswegen sag ich es richtig.

00:37:02: Das, was ich gesagt habe, ist richtig.

00:37:04: Okay.

00:37:05: Pausen sind keine Belohnung, sondern lebensnotwendig.

00:37:07: Oh, das ist aber sehr schön.

00:37:09: Wie oft lebst du noch danach?

00:37:12: Mal jeden Tag mal gar nicht.

00:37:14: Epochenweise.

00:37:16: Das ist eine sehr gute Stimmungsschwankung.

00:37:18: Epochenweise ist auch schön.

00:37:21: Das Familienradio für den ganzen Tag.

00:37:24: Das Familienradio für den ganzen Tag.

00:37:27: # Will du auch D-D-Di?

00:37:29: * Lachen *

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