Pausen sind keine Belohnung, sondern lebensnotwendig
Shownotes
Sie ist Podcasterin, Gag-Maschine, Bestseller-Buchautorin und vor allem Zweifachmutter – der wohl härteste Job der Welt. Sie spricht offen und authentisch über Mutterrealität und bricht dabei auch das ein oder andere gesellschaftliche Tabu.
https://www.instagram.com/radioteddy_offiziell/
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00:00:00: #FanFluents
00:00:02: #DerRadioTeddyInfluencerTalk
00:00:04: Ich freue mich sehr bei mir heute zu Gast, besteller Outfohren und Podcasterin.
00:00:10: Soll ich noch Gagmaschine sagen?
00:00:12: Julia Knarren, schön, dass du da bist.
00:00:15: Hallo, danke für die Einladung.
00:00:17: Sehr, sehr gerne. Ich habe mich sehr auf dich gefreut, weil ich glaube, dass wir ganz gut miteinander können.
00:00:22: Wir sind beide einfach geradeaus und...
00:00:24: Ich ausgewöhn das ein Vibe da.
00:00:26: Ja, genau. Tabus sind für dich auch relativ gering, ne?
00:00:29: Ja, Tabus Loi, sage ich ja immer.
00:00:31: Tabus Loi, super.
00:00:33: Du schreibst ja über dich selbst.
00:00:35: Du bist Podcasterin, Gagmaschine, Bestseller, Buchautorin und professionelle Linesängerin.
00:00:41: Wir wollen aber gerne noch ein kleines bisschen mehr von dir wissen und machen deswegen mit dir...
00:00:47: Der Profilcheck.
00:00:49: Julia, ich stelle dir ein paar Fragen und du haust einfach raus.
00:00:53: Okay.
00:00:54: So wie immer. Verratst du uns, wie alt du bist?
00:00:56: Ich bin jetzt 35.
00:00:58: Du hast dich verdammt gut gehalten, darf ich das mal sagen?
00:01:01: Danke schön.
00:01:02: Also man kann das ja auf YouTube jetzt nachgucken, wie wir beide hier reden.
00:01:05: Also du siehst wirklich, Ende 20 wäre es locker gewesen.
00:01:09: Was machst du?
00:01:10: Was ich mache für meinen Aussehen. Also ich fühle mich einfach wie 20.
00:01:13: Ach so, okay.
00:01:14: Und denke, ich glaube ich auch wirklich noch, dass ich 20 wäre.
00:01:16: Das reicht?
00:01:17: Ja.
00:01:18: Okay, mal gucken, wie ich das hinkriege.
00:01:20: Wo wohnst du, liebe Julia?
00:01:21: Ich wohne in Berlin, in einem der schönen Bezirke, wo man viele Kinder hat.
00:01:25: Verratst du wo?
00:01:26: Nee.
00:01:27: Das müssen jetzt alle Berliner, die sich auskennen, jetzt selber.
00:01:30: Ich wusste es.
00:01:31: Wer gehört dann alles zu deiner Familie?
00:01:33: Mutter, Vater, Kind und Kind.
00:01:35: Okay, also du dein Mann und deine zwei Kinder.
00:01:38: Genau.
00:01:39: Ich habe ein Sohn und eine Tochter.
00:01:41: Sohn ist fünf Tochter, ist gerade drei geworden.
00:01:43: Schönes Alter?
00:01:44: Also ja und nein, beides.
00:01:46: Weil oh und oh und okay.
00:01:49: Und dann ist es so, dass ich jetzt in der Zeit bin,
00:01:52: weil oh und oh und okay.
00:01:55: Und oh.
00:01:56: Und oh Mann, nicht schon wieder.
00:01:58: Es ist auch oft mit dabei.
00:01:59: Und oh Mann, hört auf zu streiten.
00:02:01: Und nein, und stopp, und nein, und stopp.
00:02:03: Wie bist du Influencerin geworden?
00:02:05: Das ist eine sehr gute Frage.
00:02:07: Ich habe angefangen, den Mama lauter Podcast zu machen.
00:02:10: Ja.
00:02:11: Und ich hatte das Know-how, weil ich früher Podcast für andere gemacht habe,
00:02:13: bei Mitvergnügen.
00:02:14: Und habe dann angefangen auch auf Instagram aktiv zu werden.
00:02:17: Und habe dann ziemlich schnell, ziemlich offen Tabus gebrochen und so weiter.
00:02:20: Und dann habe ich dann auch wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:22: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:24: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:26: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:28: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:30: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:32: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:34: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:36: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:38: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:40: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:42: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:44: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:46: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:48: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:50: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:52: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:54: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:56: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:02:58: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:03:00: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:03:02: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:03:04: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:03:06: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:03:08: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:03:10: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:03:12: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:03:14: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:03:16: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
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00:03:20: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:03:22: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:03:24: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:03:26: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:03:28: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:03:30: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:03:32: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
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00:04:00: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:04:02: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:04:04: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:04:06: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:04:08: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:04:10: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:04:12: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
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00:04:16: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
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00:04:26: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:04:28: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
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00:05:34: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:05:36: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
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00:05:40: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:05:42: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
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00:05:46: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
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00:05:50: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:05:52: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
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00:05:56: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:05:58: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:06:00: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:06:02: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
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00:06:06: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
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00:06:16: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
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00:06:20: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:06:22: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:06:24: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:06:26: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:06:28: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:06:30: Und dann habe ich dann wieder auf dem Internet gearbeitet.
00:06:32: Und das Männer immer noch mehr verdienen als Frauen.
00:06:34: Das ist einfach ein absoluter Superscherz.
00:06:36: Aber mein Mann...
00:06:38: Man ist zum Beispiel beim zweiten Kind komplett in die Elternzeit gegangen.
00:06:40: Das war sehr wholesome.
00:06:42: Das glaube ich.
00:06:44: Du hast währenddessen was gemacht, weiter gearbeitet?
00:06:46: Ich habe weiter gearbeitet.
00:06:48: Manchmal wurde mir am Anfang noch das Baby so angereichert zum Stillen.
00:06:50: Wie auf einem Tablett.
00:06:52: Oh, sehr schön.
00:06:54: Damals hast du es schon Social Media gemacht?
00:06:56: Ich habe damals schon, ja, ja.
00:06:58: Vor dem, nach dem, bei dem.
00:07:00: Komm noch mal rein.
00:07:02: Ja, als mein Sohn 3 Monate alt wurde.
00:07:04: Also mein Sohn, der jetzt 5 ist.
00:07:06: Als der 3 Monate alt war, da habe ich angefangen, Social Media und Podcast.
00:07:08: Okay, und du redest,
00:07:10: wir haben ja schon gesagt, du redest sehr,
00:07:12: sehr offen über Mutterschaft
00:07:14: und auch über das, was damit verbunden ist.
00:07:16: Lass uns doch mal überlegen,
00:07:18: ob wir beide denken,
00:07:20: dass das Mutter sein
00:07:22: oder das Eltern sein,
00:07:24: wir wollen ja jetzt keinen rausnehmen,
00:07:26: einer der härtesten Jobs überhaupt ist.
00:07:28: Ja, boh.
00:07:30: Bei dir war es sogar so,
00:07:32: dass dich das ziemlich psychisch angegriffen hat.
00:07:34: Nicht angegriffen,
00:07:36: aber dass dich das psychisch belastet hat.
00:07:38: Wie schwierig war das,
00:07:40: für dich mit 2 Kindern?
00:07:42: Es war sehr schwierig,
00:07:44: als meine Tochter ein richtig kleines Baby war,
00:07:46: so 10 Monate oder so.
00:07:48: Mein Sohn dann wahrscheinlich 2 oder 3,
00:07:50: ich kann gerade nicht rechnen.
00:07:52: Bin ich in eine Tagesklinik gekommen
00:07:54: mit Symptomen eines Burn-Ots.
00:07:56: Ich würde sagen,
00:07:58: nicht, dass die Kinder mein Problem war,
00:08:00: sondern mein Mama sein,
00:08:02: wie ich damit umgegangen bin.
00:08:04: Also beim Umgang damit war das Problem.
00:08:06: Also nicht der Job war das Problem,
00:08:08: dass es so extrem stressig war,
00:08:10: dass du nicht mehr wusstest, wo vorne und hinten ist,
00:08:12: sondern eigentlich war der Rest seines Alltags
00:08:14: so anstrengend und stressig.
00:08:16: Absolut. Und The Mix of It würde ich auch sagen,
00:08:18: weil auch das Arbeiten ja gerne mal eine schöne Ablenkung ist,
00:08:20: das kennen ja vor allem Männer,
00:08:22: dass das Arbeiten
00:08:24: eine gute Pause vom Elternalltag sein kann.
00:08:26: Und deswegen habe ich extrem viel gearbeitet,
00:08:28: auch ein bisschen zu viel vielleicht.
00:08:30: Und mein Thema war auf jeden Fall auch so,
00:08:32: Grenzen setzen konnte ich nicht.
00:08:34: Ganz schwer.
00:08:36: Auf die Bedürfnisse von anderen Arten,
00:08:38: das konnte ich sehr gut.
00:08:40: Die Bedürfnisse anderer Kinder,
00:08:42: anderen Erwachsenen,
00:08:44: wem auch immer, waren an erster Stelle.
00:08:46: Aber meine eigenen habe ich dadurch komplett verloren.
00:08:48: Ich war lost, ich wusste gar nicht mehr,
00:08:50: wer ich bin, was ich möchte,
00:08:52: ich war richtig raus.
00:08:54: Und bis dann tatsächlich den Schritt gegangen
00:08:56: und bist in eine Klinik gegangen?
00:08:58: Auf Empfehlung meiner Therapeutin,
00:09:00: der ich Gott sei Dank schon war,
00:09:02: war es für ein Privileg,
00:09:04: erst mal Therapieplatz überhaupt zu haben.
00:09:06: Und sie meinte, Frau Künschel, ich kann Ihnen da grad nicht helfen.
00:09:08: Sie brauchen grad, glaube ich, jeden Tag,
00:09:10: am besten Montag bis Freitag
00:09:12: so ein bisschen, so eine Struktur
00:09:14: und jemand, der für sie da ist,
00:09:16: weil sie kommen grad nicht mehr klar in ihrem Leben.
00:09:18: Also ich konnte, ich habe keine Termine mehr wahrnehmen können,
00:09:20: ich hatte keine Probleme,
00:09:22: ich hatte Gedächtnisprobleme,
00:09:24: ich wusste Namen von Menschen nicht mehr,
00:09:26: die ich gut kannte.
00:09:28: Ich hatte plötzlich so richtige Gliederschmerzen,
00:09:30: Migräne, Schwindelattacken,
00:09:32: mein ganzer Körper war so,
00:09:34: hör jetzt auf mit der
00:09:36: großen Sache.
00:09:38: Ist ja aber gar nicht so einfach aufzuhören
00:09:40: mit der großen Sache,
00:09:42: weil es ist deine Familie, es sind deine Kinder.
00:09:44: Wie hast du dich denn gefühlt,
00:09:46: als es gesagt wurde, Julia, du musst in eine Klinik,
00:09:48: du musst jetzt deine beiden kleinen Kinder
00:09:50: mit deinem Mann zu Hause lassen,
00:09:52: nicht, dass dein Mann sich darum nicht kümmern kann,
00:09:54: aber es ist trotzdem, als Mutter denkt man,
00:09:56: oh Gott, ich lasse jetzt meine Kinder komplett alleine.
00:09:58: Das ist doch noch so ein,
00:10:00: rauscht doch noch mal rein in den Kopf.
00:10:02: Du darf ich ganz viel Meinung zu, auf der einen Seite,
00:10:04: wenn jetzt ein Mann in eine Tagestinik gehen würde, würde keiner sagen,
00:10:06: oh Mann, und dann bleibt die Mama
00:10:08: allein zu Hause mit den Kindern, oh Gott,
00:10:10: dann unterstützt sie dich.
00:10:12: Wenn man es mal so rum sieht, auch lustig.
00:10:14: Und gleichzeitig hatte ich natürlich
00:10:16: ein sehr schlechtes Gewissen.
00:10:18: Ich hatte das Lieblingsgefühl einer Mutter,
00:10:20: Schuldgefühle ohne Ende,
00:10:22: die zerfressen mich bis heute immer und immer wieder.
00:10:24: Und das war echt hart.
00:10:26: Ich habe so viel geweint
00:10:28: und musste das erst mal so krass verarbeiten,
00:10:30: dass ich es schaffe,
00:10:32: bis ich auch das mit meinem Mann klären konnte.
00:10:34: Eigentlich war es in der Elternzeit gerade vorbei gewesen,
00:10:36: meine Tochter war kurz vom ersten Geburtstag
00:10:38: und er wollte wieder anfangen zu arbeiten
00:10:40: und ich war so, ja, sag es ist,
00:10:42: denn ich hau jetzt erst mal ab.
00:10:44: Und dann mal weg, wie happy Kerkling sein würde.
00:10:46: Genau.
00:10:48: Aber es hat gut funktioniert
00:10:50: und irgendwann habe ich gemerkt,
00:10:52: okay, in der Tagestlinik, also nicht in der
00:10:54: vollstationären Klinik, bin ich montag bis freitag
00:10:56: und ich kann nachmittag gehen
00:10:58: und die würden sogar einige Termine
00:11:00: bei mir nach vorne legen,
00:11:02: weil Menschen ohne Kinder die späteren Termine
00:11:04: nehmen können, heißt, ich kann meine Kinder
00:11:06: sogar vom Kindergarten abholen, wenn es mir okay geht
00:11:08: und so weiter.
00:11:10: Also es war dann sehr, sehr gut.
00:11:12: Du hast eine Therapie bekommen und durftest
00:11:14: dein Leben in etwas runtergefahrener
00:11:16: Art und Weise weiterleben.
00:11:18: Ja.
00:11:20: Wie lange warst du weg?
00:11:22: Ich würde sagen, da war ich zwei Monate.
00:11:24: Ich glaube, längere Zeit hätte mir sogar noch besser getan
00:11:26: und ich würde sagen, vollstationär hätte
00:11:28: mir sogar noch besser getan, aber das
00:11:30: konnten meine Schuldgefühle gar nicht.
00:11:32: Also dass ich dann ganz vor meiner Familie weg bin.
00:11:34: Viele Mütter müssen das machen
00:11:36: oder wehren sich krass dagegen,
00:11:38: aber es ist tatsächlich,
00:11:40: wenn man das einmal vollstationär macht,
00:11:42: glaube ich sogar etwas
00:11:44: nachhaltiger,
00:11:46: kommt es immer darauf an auf die Lebenssituation.
00:11:48: Deswegen kann ich da gar keinen Tipp geben.
00:11:50: Wie ging es dir, als du wieder zurückgekommen bist?
00:11:52: Würdest du sagen, ja, dann war alles super?
00:11:54: Und wir haben gesagt,
00:11:56: we are family.
00:11:58: Nö,
00:12:00: ich musste danach sofort
00:12:02: weiter in Therapie
00:12:04: und die Muster kamen und kamen und kamen
00:12:06: immer wieder und wieder und wieder.
00:12:08: Es ist nicht so einfach
00:12:10: und ich glaube nicht, man kann nicht einfach
00:12:12: in eine Klinik einchecken wie ein Hotel
00:12:14: und kommt dann besser gelaut wieder raus.
00:12:16: Aber ich habe viel gelernt.
00:12:18: Das wollte ich grad fragen. Was hast du denn mitgenommen?
00:12:20: Was kannst du denn anwenden?
00:12:22: Wie kannst du dir selber helfen in der Zeit?
00:12:24: Also ich habe gelernt, wie wichtig
00:12:26: Hobbies tatsächlich sind.
00:12:28: Also, dass man was macht, was man für sich macht
00:12:30: und dass Hobbies ohne Leistungsbezug
00:12:32: so wichtig und heilsam sein können,
00:12:34: dass man auch etwas machen kann,
00:12:36: was nicht der Beste ist,
00:12:38: sondern einfach irgendwas,
00:12:40: was man mit Leidenschaft gerne macht.
00:12:42: Und das vergessen wir sogar beim Hobby.
00:12:44: Wir denken sogar beim Hobby an Leistung und daran,
00:12:46: dass wir der oder die Beste sein müssen.
00:12:48: Wir müssen es einfach nur gerne machen.
00:12:50: Auch wenn wir im Core singen,
00:12:52: wir müssen nicht die schönste Stimme der Welt haben,
00:12:54: sondern hauptsache, wir fühlen uns gut dabei.
00:12:56: Und ja, dann habe ich angefangen zu malen.
00:12:58: Male unglaublich viel, richtig.
00:13:00: Agryl Leinwand, habe ein kleines ATJ in meinem Büro eingerichtet.
00:13:02: Damit hast du auch erst angefangen,
00:13:04: um zu einmal out of order sagen, was man so war.
00:13:06: Ja, das beruhigt mich sehr.
00:13:08: Ich male auch sehr kindliche Bilders.
00:13:10: Das ist irgendwie so inneres Kindkunst.
00:13:12: Und singen, ich habe ein ADHS Core gegründet.
00:13:14: Ein ADHS Core?
00:13:16: Wie funktioniert der?
00:13:18: Der funktioniert tatsächlich viel organisierter,
00:13:20: als jetzt alle gerade wieder denken.
00:13:22: Und daneben nur
00:13:24: Menschen teil, die eine ADHS Diagnose bekommen haben.
00:13:26: Sogar nur Frauen.
00:13:28: Und gestartet,
00:13:30: mit einem anderen,
00:13:32: mit vielen Freunden,
00:13:34: die ich kannte und auch einen Core gründen wollten.
00:13:36: Und dann hatten wir alle zufällig auch noch
00:13:38: diese ADHS Diagnose.
00:13:40: Und mittlerweile ist es so eine Mischung
00:13:42: aus Selbsthilfegruppe und Core.
00:13:44: Eine leitet das Musikalische,
00:13:46: die andere moderiert die Selbsthilfegruppe.
00:13:48: Und das ist wirklich sehr, sehr hausam.
00:13:50: Es sind nur Frauen,
00:13:52: wir sprechen natürlich auch viel über Zyklus,
00:13:54: Pirimino Pause, was auch immer.
00:13:56: Und das ist sehr schön.
00:13:58: Wir sind sehr echter, authentischer, schöner Raum.
00:14:00: Ich komme jetzt nochmal auf diese ADHS Diagnose zurück.
00:14:02: Du hast jetzt gerade gesagt,
00:14:04: auch in deinem Core,
00:14:06: wir haben zufällig alle ADHS.
00:14:08: Man hört das jetzt so,
00:14:10: wird das jetzt erstmal jedem aufgedrückt?
00:14:12: Ist das jetzt erstmal eine Entschuldigung für alles?
00:14:14: Das fragst du sehr kritisch
00:14:16: und das macht mich sauer.
00:14:18: Wir mögen uns aber trotzdem.
00:14:20: Wir mögen uns trotzdem.
00:14:22: Natürlich mögen wir uns trotzdem.
00:14:24: Aber du weißt,
00:14:26: das ist das, was von außen kommt.
00:14:28: Das wird ja erstmal,
00:14:30: der Stempel wird jedem erstmal aufgedrückt.
00:14:32: Das ist jetzt erstmal die Entschuldigung für alle.
00:14:34: Ich frage kritisch für alle.
00:14:36: Ja, ist doch super.
00:14:38: Ich höre die Hörerinnen und Hörer mitsprechen und fragen.
00:14:40: Also ich kann so viel sagen,
00:14:42: das Wort Modediagnose ist zum einen
00:14:44: bestimmt quasi irgendwie richtig,
00:14:46: weil plötzlich durch TikTok und Instagram
00:14:48: alle denken, sie hätten ADHS,
00:14:50: weil sie ihre Steuererklärung nicht gerne machen
00:14:52: und jetzt immer nicht gern aufräumen
00:14:54: oder ihre Wohnung nicht gern aufräumen.
00:14:56: Und das ist eine Diagnose aber hart
00:14:58: verletzend für Menschen, die es haben,
00:15:00: weil ganz viele sehr schlimm darunter leiden.
00:15:02: Ich bin eine
00:15:04: der wenigen erfolgreichen ADHS-Rinnen,
00:15:06: aber leide trotzdem extrem drunter
00:15:08: und habe immer wieder so schlimme Stimmungsschwankungen,
00:15:10: die ich niemanden wünsche,
00:15:12: wirklich niemandem.
00:15:14: Und deswegen finde ich das
00:15:16: sehr schwierig, dass
00:15:18: ADHS-Rinnen und ADHS-Rinnen einfach gerade kritisiert werden,
00:15:20: weil es so ein bisschen modisch wurde,
00:15:22: weil auf Instagram plötzlich alle drüber sprechen
00:15:24: und gleichzeitig
00:15:26: hat man endlich auf Social Media diesen Zugang
00:15:28: dazu und ich wünschte,
00:15:30: den hätte ich zum Beispiel schon mit
00:15:32: 18, 19, 20 gehabt,
00:15:34: dass ich diesen Content gesehen hätte,
00:15:36: weil dann wäre mir einiges erspart geblieben,
00:15:38: also zwischen 18 und 26
00:15:40: ging es mir richtig schlecht.
00:15:42: Zwischen
00:15:44: Hartz IV und Schrecklichen Nebenjobs
00:15:46: habe ich da alles Mögliche gemacht
00:15:48: und das war echt hart
00:15:50: und da leide ich jetzt noch unter der Zeit,
00:15:52: muss ich sagen.
00:15:54: Und du gehst ja ja sehr offen um
00:15:56: mit deiner ADHS-Diagnose,
00:15:58: die damals hast du ja schon kurz angerissen
00:16:00: in der Tagesklinik ja gemacht worden ist.
00:16:02: Wie gehst du da,
00:16:04: also bist du dann auch jemand, der
00:16:06: zu anderen geht und sagt, hast du schon mal testen lassen?
00:16:08: Hast du schon mal?
00:16:10: Könnte ja das sein?
00:16:12: Ich würde sagen am Anfang mehr, als jetzt.
00:16:14: Und ich glaube,
00:16:16: ich bin nicht die richtige Person dafür,
00:16:18: deswegen sollte ich es auf keinen Fall tun.
00:16:20: Es passiert mir immer wieder,
00:16:22: weil meine Stimme manchmal schneller ist
00:16:24: als mein Hirn.
00:16:26: Und das hat auf jeden Fall bei mir was
00:16:28: mit meinem ADHS zu tun,
00:16:30: dass ich so overshare, also zu schnell
00:16:32: Sachen sage, die ich eigentlich danach bereue
00:16:34: und auch overthinke.
00:16:36: Also Sachen Kras, Durchdenke
00:16:38: und Überdenke und Zerdenke.
00:16:40: Ja und deswegen passiert mir das natürlich manchmal,
00:16:42: aber ich versuche das danach
00:16:44: direkt wieder in eine andere Richtung zu lenken
00:16:46: oder entschuldige mich dafür,
00:16:48: dass ich da noch keine Expertin zum Thema ADHS
00:16:50: und es gibt einfach sehr viele Diagnosen,
00:16:52: die sehr ähnliche Symptome haben,
00:16:54: wie, keine Ahnung, Borderline Diagnose
00:16:56: sind auch voll viele Menschen,
00:16:58: glaube ich, falsch diagnostiziert
00:17:00: mit Borderline, die eigentlich ADHS-Larinnen sind
00:17:02: oder ADHS-Lar.
00:17:04: Und die posttraumatische Belastungsstörung,
00:17:06: die ich auch habe,
00:17:08: die Diagnose, die hat auch ganz ähnliche Symptome.
00:17:10: Was heißt posttraumatische Belastungsstörung?
00:17:12: Danke, dass du es mir mit den Lippen vorgemacht hast,
00:17:14: und diesen Mitsprechen.
00:17:16: Ich bin ja auch Ex-Waldorf-Schülerin,
00:17:18: ich könnte es tanzen.
00:17:20: Das machen wir nachher.
00:17:22: Das heißt, dass mir Traumata
00:17:24: wiederfahren sind.
00:17:26: Das kann in Entwicklung
00:17:28: oder Bindungstrauma sein, also aus der
00:17:30: ganz, ganz, ganz frühen Vergangenheit.
00:17:32: Das kann aber auch ein Schocktrauma sein,
00:17:34: dass mir Sachen wiederfahren sind,
00:17:36: die ich nicht verarbeitet habe, verdrängt habe
00:17:38: und die immer wieder hochkommen und irgendwann
00:17:40: muss man sich da auch mal drum kümmern.
00:17:42: Dann kommen wir noch mal auf die Mutterschaft zurück.
00:17:44: Ich möchte Ihnen eine Stellenbeschreibung
00:17:46: als Mutter machen.
00:17:48: Okay, wow, eine Stellenbeschreibung
00:17:50: als Mutter.
00:17:52: Was sind die Anforderungen?
00:17:54: Was ist so fürs Bewerbungsprofil?
00:17:56: Ich finde das jetzt glaube ich mal spannend,
00:17:58: wenn wir das zusammentragen würden.
00:18:00: Wollen wir was zusammen machen?
00:18:02: Suche.
00:18:04: Das ist schon mal ein Doppelpunkt.
00:18:06: Suche als Mutter.
00:18:08: Suche Personen,
00:18:10: die die Bedürfnisse
00:18:12: von anderen riechen kann,
00:18:14: keine eigenen hat.
00:18:16: Das ein Tag länger als 24 Stunden ist?
00:18:18: Ja.
00:18:20: Die Kontrolle niemals abgibt
00:18:22: und alles selbst macht
00:18:24: und stets kein Problem mit Schild- und Schamgefühlen mit sich bringt.
00:18:26: Da bewirbt sich auch keiner drauf, oder?
00:18:28: Wenn man das so hört, und wir sind es,
00:18:30: das ist ja das Profil einer Mutter.
00:18:32: Das ist das, was du so sagst,
00:18:34: wo du dich auch in deiner Mutterschaft
00:18:36: wahrscheinlich siehst oder gesehen bist.
00:18:38: Das ist das, was du so sagst,
00:18:40: wo du dich auch in deiner Mutterschaft wahrscheinlich siehst.
00:18:42: Genau.
00:18:44: Beides.
00:18:46: Wie schaffst du es denn, dass deine Mutterschaft jetzt nicht mehr ganz so anstrengend ist?
00:18:49: Ich kann viel besser wahrnehmen und ich weiß durch die ganze Therapie viel mehr über mich
00:18:57: mittlerweile.
00:18:58: Also ich habe schon sehr viele Erfolge auch mittlerweile erzielt, wie das ich weiß, dass
00:19:03: in meinem Kopf eine selbstkritische Stimme ist, die mir immer wieder sagt, wie schlimm
00:19:07: ich bin und wie schlimm ich alles mache und wie sehr mich alle anderen gerade hassen,
00:19:11: wenn ich PMS habe, die Zeit vor der Periode, da habe ich immer sehr schlechte Laune und
00:19:17: da finden mich alle anderen plötzlich noch blöder als vorher, komisch, aber auch nur
00:19:22: in meinen Gedanken und ich kann das jetzt viel besser wahrnehmen und weiß es nicht echt,
00:19:26: ich kann sagen, stopp, hör auf zu reden da drin und ja, also ich kann Sachen einfach,
00:19:33: ich weiß es, ich weiß es theoretisch viel besser und kann es besser wahrnehmen, wenn
00:19:36: es mir okay geht, ja, wenn es mir schlecht geht, weiß ich gar nichts mehr, dann habe
00:19:38: ich keine Reminder, dann weiß ich gar nicht, was ich anwenden kann, aber ich kenne mein
00:19:42: Skills eigentlich, Yoga oder so ein Akkupressurigen, Igelball, was auch immer irgendwie so was
00:19:48: mich schnell beruhigen könnte.
00:19:49: Jetzt sagst du, du kennst dich ja sehr genau und du weißt, wie du dir selber helfen kannst,
00:19:56: vielen Müttern und bestimmt auch Vätern geht es wahrscheinlich auch so, dass sie sich oft
00:20:01: überfordert fühlen und damit meine ich nicht im Job, sondern innerhalb der Mutterschaft,
00:20:07: dass man so selber nicht mehr auf sich achtet und eigentlich nur noch auf alle anderen und
00:20:11: du hast ja gesagt, du kennst dich sehr gut, wie gibt es denn irgendwie ein Geheimrezept,
00:20:16: wie ich an mir selber merken kann, oh jetzt wird es aber schwierig mit meiner Situation,
00:20:21: ich kann das alles nicht mehr so überblicken, wie ich es gerne tun würde mit der Übersicht,
00:20:29: ich muss mir jetzt helfen.
00:20:31: Gibt es da so kleine Stellschrauben, an denen man erst mal ohne professionelle Hilfe vielleicht
00:20:37: erst mal stellen kann?
00:20:38: Ja, also ich kann die Symptome von mir sagen, weil ich kann nicht sagen, bei der und bei
00:20:43: der und bei der Person ist es immer gleich und ich bin auch wie gesagt kein Expertin,
00:20:47: keine Terepid, keine Psychiaterin, blah blah blah blah blah, muss ich alles dazu sagen,
00:20:51: blah blah blah, aber bei mir war es so, also wirklich so ganz schlechtes Gedächtnis komplett
00:20:57: neben mir, Sachen viel mehr vergessen als sonst, Sachen zu Hause vergessen, viel schneller
00:21:05: zickig, viel schneller geschrien übrigens, wenn man als Mutter auch mal schreit völlig
00:21:10: normal, macht jede, es redet einfach nur keiner drüber, so, wenn man schneller schreit als
00:21:16: sonst, wenn man sich dafür dann krass schämt, wenn man dann auch anfängt da richtig zusammen
00:21:20: zu brechen oder so immer, hey dann hilfest du ruhigst immer sehr sehr gut, aber du meinst,
00:21:25: wenn das ich selber helfen kann, hey da überlege ich kurz, ich glaube man muss was für sich
00:21:29: finden, was passt, bei mir ist es wirklich Achtsamkeit hilft eigentlich jedem, Ausdauerspört
00:21:34: hilft bestimmt auch jedem, das sind beides wirklich Kies, die zwei großen a's, ah ah,
00:21:39: andere sagen kaka, die sagen ah ah, ja die sagen ah ah, bei radio Teddy, ja.
00:21:46: Ich weiß genau was du meinst, weil ich war ja mal in einer ähnlichen Situation, es
00:21:51: ging bei mir nicht so weit, dass ich in die Klinik musste, aber bei mir war es Ende 2019
00:21:56: so, dass ich gemerkt habe, dass ich mit dem Job, also dem Radiobjob jetzt auch noch teilweise
00:22:01: alleine erziehen, dass ich da gerade echt schwierig mit zurecht komme und ich weiß nicht,
00:22:06: ob du das kennst, ich hatte so dieses, oh Gott was denken die anderen von mir, ich bin
00:22:10: alleine erziehen, hab ein Fulltime Job, hab ein Haus, die müssen doch wissen, dass ich
00:22:16: das alles im Griff habe.
00:22:17: Ich habe jetzt auch nicht so eine große Familie im Backup, die mir jetzt jederzeit mein Kind
00:22:22: abnehmen könnten, ich habe halt nur noch meine Mama, da ist es dann, und die hat selber
00:22:25: zu dem Zeitpunkt noch gearbeitet, also ich merkte, dass irgendwas nicht stimmt, ich
00:22:30: bin gereizt über Sachen, wo kein anderer was für kann, eigentlich nur ich mir gerade selber
00:22:36: den Stress mache, der unnötig ist und ich muss mir Hilfe holen.
00:22:39: Und wenn er tatsächlich zur Ärztin gegangen, zu unserer Hausärztin, die hat dann gesagt,
00:22:44: wir müssen dich da mal ein bisschen rausziehen, ich schreibe dich jetzt erstmal krank und
00:22:49: dann sehen wir zu, dass wir ganz schnell eine Mutter-Kind-Kur für dich kriegen.
00:22:52: Mir hat das so geholfen, auch dieses Achtsamkeitstagebuche, was wir damals geschrieben haben, das
00:22:57: habe ich immer noch zu Hause und mir geht es ja jetzt mittlerweile, das ist jetzt vier
00:23:00: Jahre her, viel besser, ich sage nicht, es ist alles weg, ich motze meinen Sohn glaube
00:23:05: ich manchmal immer noch ohne Grund an, aber das liegt dann auch daran, dass man vielleicht
00:23:09: an dem Tag irgendwas doof ist.
00:23:11: Man ist halt auch nur ein Mensch.
00:23:13: Ich wünschte auch, ich wäre perfekt.
00:23:15: Es ist leider nicht möglich.
00:23:17: Nee, es ist auch nicht.
00:23:19: Aber hier, erzähl mal zu Ende, ich habe ganz viel dazu zu sagen.
00:23:22: Ja, erzähl mal erst, ich bin ja eigentlich am Ende, mir geht es ja jetzt so weit wieder
00:23:25: gut, aber ich merke so kleine Rückfälle, habe ich manchmal immer noch, ich muss zum
00:23:30: Beispiel alles gut durchplanen und wenn was nicht funktioniert, dann bin ich eigentlich
00:23:34: echt erstmal los.
00:23:35: Das kenne ich, das beruhigt mich auch sehr, es vorher zu planen, also wirklich, das auch
00:23:39: zu wissen, wie es aussieht oder wenn ich auf ein Event gehe, wer kommt genau, am liebsten
00:23:43: sehe ich sogar die Gäste-Listen, auch so in meinem Influencer-Kontext, frage ich gerne
00:23:47: vorher nach einer Gäste-Liste wer kommt, aber nicht irgendwie, weil ich bestimmte Angst
00:23:51: vor bestimmten Personen habe, sondern weil ich mir das einfach vorstellen will.
00:23:54: Ja, verstehe ich gut.
00:23:55: Ich weiß, wie wer da ungefähr ist.
00:23:57: Also, ich habe mir sehr viele Sachen aufgeschrieben, als du besprochen hast.
00:24:01: Hast du die Dinge notiert?
00:24:02: Ja, weil sonst vergesst ich sie und dann bereue ich es und dann wird es nicht so, wie
00:24:05: ich es mir vorgestellt habe und das sind wir wieder beim Thema und dann ärgere ich mich
00:24:08: danach.
00:24:09: Ja, verstehe ich.
00:24:10: Also, einmal, viele Mamas nehmen sich einfach keine Zeit für sich, weil sie denken, sie
00:24:15: dürfen das nicht.
00:24:16: Sie denken, sie müssen jetzt genau so sein, wie sie sich es vorgestellt haben, etwa 100
00:24:20: Prozent auf die Bedürfnisse anderer achten.
00:24:21: Also, mein Mann und ich machen jeweils zehn Tage Urlaub alleine im Jahr, wo oder 14 Tage
00:24:27: mittlerweile, wo jeder alleine irgendwo hinfliegen darf oder hinfahren oder hin schwimmen oder
00:24:32: was auch immer.
00:24:33: Alleine ohne die Kinder?
00:24:34: Alleine ohne die Kinder und ohne den Mann oder die Frau.
00:24:36: Also, entweder mit Freundinnen und Freunden oder ganz alleine.
00:24:39: Und es ist natürlich höchst privilegiert, weil ich nach New York geflogen bin, aber
00:24:43: man kann natürlich auch einfach sagen, hey, ich gehe aufs Land oder whatever.
00:24:47: Ich mache einfach was ganz alleine, nur für mich.
00:24:50: Es könnten auch nur zwei Tage sein, ja.
00:24:51: Es kann sich ja auch nicht jeder zeitlich leisten.
00:24:53: Es ist ein Purvolic.
00:24:54: Aber diese Alleinzeit ist so wichtig für uns, um zu spüren, wer wir sind, weil wir sind nicht
00:25:00: nur Mama und Papa, wir sind auch echte Menschen, die wir vorher waren und die muss man nicht,
00:25:06: die muss man nicht hinter sich lassen.
00:25:07: Die dürfen noch da sein.
00:25:08: Und ich glaube, wir dürfen auch einfach wir selber wieder sein.
00:25:12: Das ist aber ganz schwer für viele.
00:25:15: Und Hilfe annehmen ist schwer, Hilfe annehmen ist mega schwierig, aber es ist auch mega mutig.
00:25:22: Weil wenn man sich traut, nach Hilfe zu fragen, wenn sich eine Freundin von mir traut, nach
00:25:28: Hilfe zu fragen, dann singe ich erst mein Loblied.
00:25:31: Wie cool das von ihr ist, dass sie das überhaupt macht.
00:25:33: Ja.
00:25:34: Und wenn ich weiß, dass es eine Person nicht kann, dann zwinge ich sie zu ihrem Glück.
00:25:38: Da frage ich nicht, hey, darf ich dir, wenn du im Wochenbett bist, was du essen vor
00:25:41: die Tür stellen, am Ende sagt sie, nehm ich dann nein, wenn sie keine Hilfe annehmen
00:25:44: kann, sondern ich mach's einfach.
00:25:46: Ich stell da was davor.
00:25:47: Ja.
00:25:48: Und dann klopfe ich und dann renne ich weg.
00:25:49: Du bist ja eine gute Freundin.
00:25:52: So, und dann habe ich aber noch was zu sagen.
00:25:54: Erzähl weiter.
00:25:55: Ich bin gespannt.
00:25:56: Ich stelle mich gerade übrigens seit sehr gute Freundin da.
00:25:57: Ich bin auch manchmal echt weird mit meinen Stimmungsschwankungen.
00:25:59: Also Bindung, ich lerne noch.
00:26:03: Geht so.
00:26:04: Moment.
00:26:05: Ich habe noch ein Satz aufgeschrieben, und zwar, als du meintest, dass du nicht Eltern
00:26:10: oder viele Menschen um dich rum hast, die sich mit ums Kind kümmern.
00:26:15: Und das fand ich auch nochmal krass, weil alles, was früher selbstverständlich war,
00:26:20: ist heute plötzlich ein Privileg, dass man so dieses Dorf um sich herum hat.
00:26:24: Das ist für uns, wir schwimmen ja alle und denken, wir müssten das alleine schaffen.
00:26:28: Was ist das?
00:26:29: Warum ist das so?
00:26:30: Ja, ja.
00:26:31: Gestern war ich auf dem Kinderflohrmarkt und habe auch irgendwie ganz oft so anderen
00:26:35: Müttern zugehört.
00:26:36: Ich liebe das.
00:26:37: Und wie oft, Mütter, ich fällt dann gleichermaßen, sorry, also auf jeden Fall Eltern zu ihren
00:26:43: Kindern so sind, hör mal auf zu schreien oder hör mal auf zu weinen, hör mal auf das,
00:26:47: hör mal auf das.
00:26:48: Ich denke mir, das Kind ist gerade hingefallen und braucht einfach mal ganz kurz eine Umarmung.
00:26:52: Und gleichzeitig bin ich natürlich genau die Mama, die auch ganz oft sagt, jetzt hör
00:26:55: mal auf zu schreien oder auf zu weinen, wenn ich fertig, fertig bin.
00:26:58: Also ich will jetzt nicht sagen, ich bin hier die perfekte Mutter.
00:27:02: Aber was wir nicht vergessen dürfen, ist, dass alle Kinder alle Gefühle haben dürfen
00:27:06: und dass wir nicht sagen dürfen, hör auf zu so zu sein, hör auf so zu sein, hör auf
00:27:09: so zu sein, bis es sich irgendwann angepasst hat und einfach genauso funktioniert, wie
00:27:14: wir uns das wünschen und dann, tschüss.
00:27:17: Also wenn dein Kind jetzt draußen mal rumschreit, dann denkst du nicht, was sollen die anderen
00:27:23: denken, sondern ja, du hast halt gerade diese Emotionen.
00:27:25: Ja, wenn mein Kind draußen laut singt, ja?
00:27:28: Ja, das ist super.
00:27:29: Wie oft dann irgendwelche Menschen ihre Augen verdrehen und ich denke mir halt, ey, das
00:27:32: freut sich gerade voll und ich freu mich gerade, wenn ich jetzt sagen würde, hör auf, dann
00:27:34: würde ich ja sagen, du darfst gerade nicht, du darfst dich gerade nicht freuen, du darfst
00:27:37: gerade nicht glücklich sein.
00:27:38: Ja, ist total erschrocken.
00:27:39: La la la la, mach mich sauer.
00:27:42: Mütter sind und Väter Eltern sind, Schofer, Koch, Streitschli, also Kriegsminister.
00:27:52: Du schlägst grad aber nur von Männern, ne?
00:27:54: Was würde man sagen, Kochköchen.
00:27:56: Ja, hey, wie machen wir es?
00:27:57: Da bin ich ehrlich.
00:27:58: Man muss kochen können, man muss Auto fahren können.
00:28:00: Ah, sehr gut.
00:28:01: Man muss.
00:28:02: Frau auch.
00:28:03: Oder was ist man noch?
00:28:04: Was muss man noch können?
00:28:05: Also eigentlich Pädagogin, Pädagoge, Kochköchen, was ist noch, Fahrer, Fahrerin, Begleitperson,
00:28:12: was muss man noch alles sein?
00:28:14: Alle die zuhören sind so, na das und das und das und das und das.
00:28:17: Genau, uns fällt jetzt ja den Fan tausende Sachen ein.
00:28:20: Entertainer.
00:28:21: Warum wird denn für mich gefühlt dieser Job als Mutter immer noch nicht als Job und
00:28:30: es ist ein verdammter 18-Stunden-Tag, den du als Mutter oder als Vater hast.
00:28:39: Warum wird das immer noch nicht genug gewertschätzt?
00:28:43: Ich finde genug gewertschätzt.
00:28:45: Ganz ehrlich, ich bin lieber hier auf der Arbeit, einfach weil es auch entspannter ist,
00:28:49: als mit einem kranken Kind zu Hause.
00:28:51: Ist es?
00:28:52: Außer es ist so krank, dass es nicht mal mehr Fernsehen gucken kann.
00:28:57: Richtig, aber das Schlimmste ist ja, wenn sie so halbkrank sind und eigentlich gut drauf
00:29:01: und du aber trotzdem zu Hause bleiben musst.
00:29:03: Ich bin lieber acht Stunden hier, also nicht lieber, verstehe das nicht falsch, es ist
00:29:07: weniger anstrengend, acht Stunden hier zu sein als acht Stunden Mutter zu sein.
00:29:12: Da gibt es halt das zu gesund für zu Hause, zu krank für die Kita.
00:29:16: Ja, genau.
00:29:17: Das ist keins auf krank.
00:29:19: Ja, okay.
00:29:20: Warum ist es nicht genug gewertschätzt wird?
00:29:22: Keine Ahnung, mir fallen Sprüche ein von älteren Generationen gesagt.
00:29:26: Oder anders, findest du auch?
00:29:27: Wir haben es früher auch so machen müssen.
00:29:29: Aber ja.
00:29:30: Findest du es auch, findest du auch, dass es nicht genug gewertschätzt wird?
00:29:35: Ja, hält so 100 Prozent.
00:29:37: Und ärgerlicherweise können auch meistens nur Eltern, die Kinder im ungefähr gleichen
00:29:42: Alter haben, nachvollziehen was passiert, weil man vergisst auch ganz schön viel.
00:29:47: Ja, das kennst du bestimmt auch, dass man so viel vergisst, auch dass ich jetzt selber
00:29:50: bei so einem Babymamas oder Babypappas manchmal denke, ja komm entspannt euch mal, es wird
00:29:54: noch schlimmer.
00:29:55: Also ich bin wirklich genau die Warzmalabmutter, die ich früher gehasst habe.
00:29:58: Ich kenne das total gut.
00:30:00: Ja oder wenn eine Freundin erzählt so, ich war im Wochenbett und dann kam meine Mama
00:30:03: und die konnte das Baby gar nicht hier halten, aber dir doch selber vier Kinder bekommen.
00:30:06: Ja, aber vor 30 Jahren.
00:30:08: Ja, richtig.
00:30:09: Und ein Babyhalten ist eh krass.
00:30:10: Das ist wirklich...
00:30:11: Ich hatte jetzt auch, also ich meine Angst.
00:30:14: Mega.
00:30:15: Dieser Kopf.
00:30:16: Ja, das ist so klein und so geht kaputt.
00:30:20: Nein, es geht ja nicht kaputt, aber man denkt es geht kaputt.
00:30:23: Aber ich finde es wirklich immer noch schwierig, dass, oh naja, du warst ja krank zu Hause mit
00:30:28: dem Kind, weil es irgendjemand was das bedeutet, wenn man mit einem kranken Kind zu Hause ist,
00:30:32: was das für ein Stress ist.
00:30:34: Ja, für die Kolleginnen und Kollegen, das hat so ja dein Urlaubstag mehr.
00:30:37: Aber das ist ja gar nicht so.
00:30:39: Also ich würde mir auf jeden Fall wünschen, dass das Mutter sein so ein bisschen mehr
00:30:43: gewertschätzt wird.
00:30:44: Was meinst du denn, was dafür passieren müsste?
00:30:46: Also einmal Gehalt, Geschlechter gut verteilt.
00:30:52: Also dazu schon mal ein kurzes Loll.
00:30:56: Ja, wer bin ich?
00:30:58: Wer bin ich?
00:30:59: Dass ich das, wie man das ändert, aber ich weiß, dass Männer immer noch mehr verdienen.
00:31:02: Und wenn dadurch dann auch mehr Männer, es braucht auf jeden Fall mehr Männer Vorbilder,
00:31:09: die in Elternzeit gehen und zeigen, wie wichtig das ist.
00:31:12: Und wenn dann ist wirklich noch mehr Männer tun und mehr und mehr nachziehen und mehr
00:31:16: und mehr und mehr und mehr.
00:31:17: Ich glaube, dann könnte was passieren, weil kein Mann möchte so dargestellt werden, wie
00:31:23: wir Frauen es immer wurden.
00:31:25: Meinst du, wir Mütter können dafür was tun?
00:31:30: Uns zusammentun, uns nicht abwerten.
00:31:34: Coolmanns don't judge, sage ich ja immer ganz gerne.
00:31:37: Also es ist schon krass, wie oft man andere bewertet.
00:31:40: Und vor dem Bewerten hat man ja auch Angst, dass der selber zählt.
00:31:44: Also wie oft ich zu meinen Kindern viel strenger oder viel mehr schön für, wenn andere Menschen
00:31:49: dabei sind, weil ich denke, die könnten das und das so und so denken.
00:31:53: Klar, das ist dann auch in meinem Kopf.
00:31:55: Aber es ist einfach real, ich bin einfach Mama-Einflutzerin, deswegen weiß ich es, dass
00:31:59: Menschen mich bewerten für, warum ich wie mit meinen Kindern bin.
00:32:02: Ja.
00:32:03: Und das geht gar nicht.
00:32:04: Coolmanns don't judge, man weiß ja gar nicht den Hintergrund oder warum oder wie oder was.
00:32:09: Ja.
00:32:10: Also ja, ich glaube, das würde helfen.
00:32:13: Frauen müssen sich mehr zusammentun und keine Einzelkämpferinnen sein.
00:32:16: Wir machen jetzt mal einen kurzen Sprung.
00:32:18: Du hast ja ein tolles Buch geschrieben, Mama kann nicht mehr, heißt das?
00:32:23: Darum bist du Bestzellerautorin.
00:32:25: Sagst du nochmal?
00:32:26: Bestzellerautorin.
00:32:27: Sogar ein Dorfhild mit beiden Büchern.
00:32:30: Mit beiden Büchern.
00:32:32: Was machst du denn heute, wenn du mal nicht mehr kannst?
00:32:36: Dann hoffe ich, dass mein Mann es sieht und sagt, ich soll Pause machen, weil wenn ich
00:32:41: gar nicht mehr kann, dann kommt immer wieder Schuldgefühle hoch.
00:32:45: Ich darf jetzt keine Pause machen.
00:32:46: Es passiert mir immer wieder.
00:32:48: Ehrlich?
00:32:49: Immer noch.
00:32:50: Ja.
00:32:51: Und ich wünsche mir, dass es aus mir selbst heraus kommt, dass ich sage, ey, es passiert
00:32:54: aber auch, auch das passiert manchmal.
00:32:56: Aber wenn es mir richtig, richtig, richtig, richtig schlecht geht, dann habe ich Schuldgefühle
00:33:00: und trau mich das nicht.
00:33:01: Aber ja, dass ich einfach Pause mache, dass ich rausgehe, dass ich das Haus verlasse,
00:33:05: dass ich um den Block laufe, dass ich in den Park gehe.
00:33:07: Die Farbe Grün beruhigt das Nervensystem.
00:33:08: Hilft wirklich sehr, kann ich sehr empfehlen.
00:33:11: Wald, Park, Grün.
00:33:12: Geht raus.
00:33:13: Also rausgehen aus der Situation.
00:33:15: Wenn du merkst, du kannst jetzt nicht mehr, also du bist einfach an deinem momentanen
00:33:22: Limit, dann gehst du sofern du kannst und die Kinder nicht gerade alleine irgendwo sitzen
00:33:27: lässt.
00:33:28: Versuchst du einfach die Situation zu verlassen.
00:33:30: Genau.
00:33:31: Es ist nicht nur eine Grenze erreicht, sondern auch über die Grenzen schon darüber.
00:33:35: Wenn es ein blöder Moment ist, wo ich mal wieder wie aus dem Geschrien habe und mich
00:33:39: dafür auch schäme, dann gehe ich aus dem Raum auch mal raus, atme, reiste das Fenster
00:33:44: auf, frische Luft oder kaltes Wasser ins Gesicht auf die...
00:33:47: Wie heißt das hier?
00:33:49: Handgelenk.
00:33:50: Handgelenk.
00:33:51: Wir haben heute ein Wortfindungsstörung.
00:33:52: Sehr schön.
00:33:53: Das ist meistens schon ein gutes Zeichen.
00:33:54: Echt jetzt?
00:33:55: Wortfindungsstörung.
00:33:56: Also war bei mir auf jeden Fall eins von, okay, mach mal eine Pause.
00:34:00: Mein Arbeitszeit hat gerade erst angefangen.
00:34:03: Ich bin ja Befürworterung von Befürwörterin.
00:34:09: Was bin ich denn?
00:34:12: Befürworterin.
00:34:13: Ne.
00:34:14: Befürwörterin.
00:34:15: Das ist Wortfindungsstörung.
00:34:16: Befürwörterin ist es, glaube ich.
00:34:18: Ich stehe ja sehr für das Thema Pause machen und habe auch mal so eine Challenge gemacht,
00:34:23: dass man alleine, wenn man jeden Tag fünf Minuten Pause am Tag macht, dass das safe
00:34:28: schon was mit der mentalen Gesundheit macht.
00:34:32: Ich bin eher so ich als Nichtexpertin sicher, weil ich selber ausprobiere an mir selbst.
00:34:36: Heißt, fünf Minuten am Tag, was für sich machen.
00:34:39: Fünf Minuten Yoga gibt es bei YouTube.
00:34:41: Gibt man einen fünf Minuten Yoga?
00:34:42: Zack, Comedy, Marathon.
00:34:44: Dann fünf Minuten, keine Ahnung, was malen, fünf Minuten lesen, aber irgendwas, was
00:34:50: eine wirklich mal so nur für sich ist, was man wirklich gerne liebt.
00:34:54: Um den Block rennen, je nachdem wie es einem geht, Hochanspannung, Treppen hoch und runter
00:34:58: rennen ist auch voll gut, wenn man gestresst ist, weil es die Anspannung löst.
00:35:01: Eine Treppenstufe sind, glaube ich, drei Schritte.
00:35:03: Also richtig schön Treppen runterlaufen, sehr gut auch.
00:35:06: Und ich glaube, jeden Tag fünf Minuten Pause am Tag zeigen einem, wie wichtig Pause ist.
00:35:10: Und ich glaube dafür ist es am allermeisten, dass man merkt, okay, Pause tun mir gut,
00:35:14: Pause sind wichtig für mich.
00:35:15: Ich darf Pause machen.
00:35:17: Ganz wichtig.
00:35:18: Ich finde, das ist gerade ein total schönes Abschlusswort gewesen.
00:35:21: Ich mache eine Pause, Leute, jetzt.
00:35:23: Wir machen jetzt auch noch Pause, oder?
00:35:25: Ja.
00:35:26: Wir trinken jetzt noch ein Tee.
00:35:27: Ja.
00:35:28: Und ich irgendwas anderes?
00:35:29: Tee ist nicht so meins.
00:35:31: Es ist jetzt Herbst, die Gimmogurlszeit beginnt.
00:35:33: Wir trinken jetzt Tee und wir machen uns die Ärme so ein bisschen über die Hände und trinken
00:35:37: Tee so.
00:35:38: Ich trinke lieber ein Käffchen.
00:35:41: Ich bin lieber Kaffee trinke, lange nicht gewesen.
00:35:44: Bist du eine Hafermilch-Maus?
00:35:45: Nein, es würde keinen Mann sagen.
00:35:47: Bist du eine Hafermilch-Maus?
00:35:49: Ich bin eine Kuhmilch-Maus.
00:35:51: Oder wie die Profis sagen, normale Milch.
00:35:54: Ich bin nicht normale Milch.
00:35:56: Nein, ich nehme normale Milch und auch normalen Zucker.
00:35:59: Warte mal, ganz kurz.
00:36:00: Du hast gesagt, du willst ein Kinderbuch schreiben?
00:36:04: Ja.
00:36:05: Viel darfst du davon noch nicht erzählen?
00:36:07: Also, ich sag mal so, es ist schon geschrieben.
00:36:10: Ah, okay.
00:36:11: Und nächstes Jahr kommt es auf jeden Fall raus.
00:36:13: Ich weiß noch nicht, ob ich das ...
00:36:15: Ich sag mal lieber noch nichtses daten, das kommt nächstes Jahr raus.
00:36:17: Ich denke nach dem Sommer.
00:36:19: Ich habe noch ein paar Sachen, die ich mir selber lesen oder vorlesen.
00:36:22: Also für Kinder zum selber lesen oder für ...
00:36:24: Es ist für Kinder zum vorlesen, aber es ist schon Papierseitenbuch
00:36:28: und schon Geschichte und sehr schön illustriert.
00:36:30: Meine Lieblings-Idustratorin, alle, die mich kennen, wissen jetzt, wer das ist.
00:36:34: Und das Thema ist eins meiner Lieblingsthemen.
00:36:37: Findet das Lieblingsthemen in dieser Folge.
00:36:39: Spult noch mal zurück.
00:36:41: Oh, das ist aber ein schöner Tee.
00:36:44: Aber liebe Julia, eine Sache möchte ich noch von dir wissen.
00:36:47: Ein Familienmotto, ein Lebensmotto.
00:36:50: Verrat mir doch mal bitte ...
00:36:52: Euer Hashtag.
00:36:54: Dein Hashtag.
00:36:55: Das ist ein sehr langer oder langes ...
00:36:57: Okay.
00:36:58: Langer Hashtag, langes Hashtag.
00:36:59: Du bist die Influencerin.
00:37:00: Ja, genau. Deswegen sag ich es richtig.
00:37:02: Das, was ich gesagt habe, ist richtig.
00:37:04: Okay.
00:37:05: Pausen sind keine Belohnung, sondern lebensnotwendig.
00:37:07: Oh, das ist aber sehr schön.
00:37:09: Wie oft lebst du noch danach?
00:37:12: Mal jeden Tag mal gar nicht.
00:37:14: Epochenweise.
00:37:16: Das ist eine sehr gute Stimmungsschwankung.
00:37:18: Epochenweise ist auch schön.
00:37:21: Das Familienradio für den ganzen Tag.
00:37:24: Das Familienradio für den ganzen Tag.
00:37:27: # Will du auch D-D-Di?
00:37:29: * Lachen *
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