Der Kids Doc - der Arzt den wir Eltern endlich verstehen

Shownotes

Kinder-und Jugendarzt Vitor Gatinho begeistert als Kids Doc rund 1 Million Follower bei Social Media mit seinen regelmäßigen Fragerunden und unterhaltsamen Ratschlägen. Vom Sauberwerden, über Impfungen, die richtige Schnullergöße, Läusebehandlung bis hin zu den typischen Kinderkrankheiten, der Kids Doc spricht kein medizinisches Fachchinesisch, sondern die Sprache von uns Eltern. Er verrät seinen Lieblings-Gesundheitstipp und räumt mit einigen Gesundheits-Mythen auf.

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00:00:00: #FanFluents.

00:00:02: Der Radio Teddy Influencer Talk.

00:00:04: Bei mir ist Kinder- und Jugendarzt Dr. Vitor Gatino bei Social Media bekannt und berühmt

00:00:10: als "der Kids-Doc".

00:00:12: Ich freue mich, dass du da bist.

00:00:15: Ja, danke.

00:00:16: Hallöchen.

00:00:17: Ich habe jetzt mal nachgezählt.

00:00:19: Du hast jetzt fast mehr als 900.000 Follower auf Social Media insgesamt, wenn man Instagram

00:00:26: und TikTok zusammenzählt.

00:00:28: Ja.

00:00:29: Du hast ja eine ganz schön große Masse.

00:00:32: Du machst regelmäßig Frage runden, gibst Ratschläge und wir wollen dich jetzt noch ein kleines

00:00:37: bisschen besser noch kennenlernen und deswegen machen wir jetzt mit dir folgendes.

00:00:41: Der Profilcheck.

00:00:42: Du beantwortest mir ein paar Fragen so ehrlich wie du möchtest.

00:00:46: Okay, ich bin gespannt.

00:00:48: Und wir lernen dich allen ein bisschen besser kennen.

00:00:50: So, verretzt du uns mal, wie alt du bist, Vitor?

00:00:53: Also ...

00:00:54: Ähm, ja.

00:00:55: Ich bin 42, wäre 43 dieses Jahr.

00:00:58: Aber meine Frau sagt, ich bin eigentlich ein 12-Jähriger in einem sehr beharten Körper.

00:01:02: Lass mal schauen.

00:01:04: Also eigentlich 42, genau.

00:01:08: Wer gehört zu deiner Familie?

00:01:10: Okay, deine sehr lustige Frau.

00:01:12: Genau, meine Frau und drei Kinder, 11, 7 und 2 sind sie und zwei Katzen.

00:01:18: Okay, erzähl uns doch mal, Vitor.

00:01:20: Wie bist du denn Influencer geworden?

00:01:22: Ähm, das war in der Pandemiezeit.

00:01:25: Da durfte man ja nicht so viel raus und war viel zu Hause und da habe ich dann das im

00:01:30: Internet gesehen auf dem Handy und dann dachte ich, ach, irgendwie ist das total interessant,

00:01:34: auf TikTok damals und dachte, ach, was die Amerikaner waren, dass damals noch diese viele

00:01:39: Videos gemacht haben.

00:01:40: Was die machen, das kann ich doch auch irgendwie.

00:01:42: Und dann habe ich damit angefangen und ja, und dann fing das so ein bisschen an und dann

00:01:47: habe ich aber gemerkt, so 30 Sekunden Videos, Medizin erklären, das wird schwierig.

00:01:51: Ähm, das geht nicht und dann bin ich auf Instagram, da konnte man schon ein bisschen länger, größere,

00:01:55: längere Videos machen und dann ist das irgendwie gewachsen und gewachsen und da habe ich gemerkt,

00:02:01: dass natürlich ganz viele Eltern immer die gleichen Fragen haben und immer wiederkehren

00:02:08: und dass da ganz viel Aufklärung irgendwie benötigt wird und das war wirklich so eine

00:02:12: Lücke, wo noch keiner war und dann ist das wirklich explodiert.

00:02:16: Warum bist du denn so gerne Influencer geblieben?

00:02:20: Also erstens, das macht mir Spaß.

00:02:22: Ich habe immer gesagt, ich bin ja Kinderarzt in der Praxis und ...

00:02:25: Und Rampensau, ne?

00:02:26: Sorry, wenn ich das mal so formuliere.

00:02:29: Ja, ein bisschen, ne?

00:02:30: Ja, ein bisschen schon.

00:02:31: Also, also es macht ... ich habe immer gesagt, solange es mir Spaß macht und zum Spaß gehört

00:02:35: manchmal auch ein bisschen Stress natürlich, mach ich das, weil ich habe letztendlich ja

00:02:39: einen ganz normalen Job, ich bin Kinderarzt in der Praxis, das heißt, das kann ich immer

00:02:42: ganz normal weitermachen.

00:02:43: Ich bin jetzt nicht davon abhängig, dass ich jetzt auf Social Media ganz viele Leute erreiche,

00:02:48: aber ich habe einfach die Rückmeldung von den Eltern einfach immer wieder auf Social

00:02:52: Media und auch privat, wenn ich die treffe, dass das ihnen so viel geholfen hat, das Video

00:02:57: oder der Beitrag, der Impulse, das sind da letztendlich immer nur Impulse, die ich setzen

00:03:01: kann und das gibt einem so viel wieder, weil ich spreche ja in eine Kamera, also ich sehe

00:03:07: ja nicht, was dahinter ist und wenn man dann so das direkte Feedback bekommt, das war

00:03:12: schon krass, wenn die sagen, oh, dank dir, habt mein Kind überlebt oder so, weil ich bin

00:03:16: dann doch ins Krankenhaus gegangen und das ist dann schon krass und deswegen, das ist

00:03:20: so meine Motivation, wo ich sage, man kann einfach so vielen Kindern und so vielen Eltern,

00:03:25: Familien helfen und deswegen mache ich das weiter.

00:03:28: Du hast ja gerade erzählt, du bist ja ganz nebenbei, dein Hauptberuflich bist du natürlich

00:03:33: Arzt, du machst ganz viel auf Social Media, was machst du denn am liebsten, wenn du mal frei

00:03:37: hast, hast du frei?

00:03:39: Ja, also ich habe auch mal frei, also wenn ich frei habe und das ist, also letztendlich

00:03:44: denkt man immer, man hat ganz viel, aber es ist eine Sache, man muss das halt gut einteilen

00:03:48: und wenn ich dann aber auch wieder viel frei habe, dann mache ich gerne was mit den Kindern,

00:03:53: also mit der Familie, mit der Frau, dass wir dann ins Schwimmbad gehen, also alles andere,

00:03:57: was andere Familien auch machen, das mache ich gerne und wenn ich wirklich was nur für

00:04:01: mich mache, dann mein, ich weiß nicht, ob ich das erzähle, aber das Grund vorbei.

00:04:09: Ich muss ganz sagen, nein, ich gucke gerne Trash TV, Trash TV ist einfach so was, wo

00:04:13: ich dann sage, da kann ich entspannen dabei und genau, das gucke ich mir dann an, einfach

00:04:17: um runterzukommen.

00:04:18: Ich weiß jetzt nicht, ob das für meinen Ruf so gut ist, aber ich bin da voll bei dir,

00:04:22: man kann das angucken, man kann sich beriesen lassen, man muss nicht denken dabei, einfach

00:04:26: abscheiden.

00:04:27: Also ich bin da voll bei dir.

00:04:29: Sehr gut.

00:04:30: Beschreib doch mal in einem Satz bitte, was du auf deinen Social Media Kanälen machst.

00:04:34: Ich mache Eltern oder Menschen, die mit Kindern zu tun haben, kompetenter, damit sie Kinder

00:04:40: besser verstehen.

00:04:41: Und das auf seine eine sehr humorvolle Art und Weise.

00:04:45: Sophie, kann ich schon mal vorwegnehmen.

00:04:46: Du hast ja gerade schon erzählt, dass du ja Arzt bist, hauptberuflich.

00:04:52: Nun folgen dir mehr als 900.000 Menschen auf deinen Social Media Kanälen und bei so vielen

00:04:57: Followern könntest du dich doch eigentlich auch aufs Influencer da sein konzentrieren

00:05:01: und damit Geld verdienen oder warum machst du das nicht?

00:05:04: Machen auch viele andere auch.

00:05:05: Ja, da gibt es bei Ärzten eine Besonderheit, wir dürfen keine Werbung machen und letztendlich

00:05:11: ist das so, also für meine eigenen Sachen Bücher und so was schon.

00:05:14: Aber so Produkte in die Kamera halten, so wie Influencer dann natürlich ihr Geld verdienen,

00:05:20: das geht nicht.

00:05:21: Als Arzt gibt es das Berufsrecht, was das verhindert, was auch gut ist und deswegen

00:05:26: geht, würde das gar nicht klappen und deswegen steht bei mir wirklich im Vordergrund, Leute

00:05:32: aufzuklären und dort einfach Wissen zu verbreiten.

00:05:37: Ich denke auch gerade darüber nach, was du denn Werbung machen könntest als Kinderarzt.

00:05:43: Ich weiß nicht, vielleicht mit einem Nasensauger oder irgendetwas.

00:05:47: Ich glaub mir, da gibt es genug für was von Werbung machen.

00:05:50: Anfragen kriegst du bestimmt häufig.

00:05:51: Ich krieg genug Anfragen, dass erstens das und wenn man mal so rüberstieg nach Amerika,

00:05:55: da gibt es ja die Regelungen nicht zum Beispiel, da wird es manchmal wirklich, also da ist

00:05:59: wirklich verrückt für was die Ärzte dann manchmal Werbung machen und deswegen finde

00:06:02: es gut, dass es hier so ist, dass es eingeschränkt ist und ...

00:06:06: Dein Profil gibt es also ganz ohne Werbung.

00:06:09: Meins gibt es ohne Werbung, genau so ist das.

00:06:11: Ganz ohne Werbung, ja.

00:06:13: Und vielleicht jetzt noch mal eine Frage, weil du ja gerade sagst, als Arzt darf man

00:06:17: das nicht und du machst ja Social Media.

00:06:19: Wenn du dich entscheiden müsstest und könntest mit beidem gleich viel Geld verdienen, würdest

00:06:25: du lieber weiter als Arzt arbeiten oder möchtest du Social Media machen?

00:06:28: Ich würde immer ... und das jetzt ... ja klar sagt er das so, aber ich würde immer als

00:06:33: Kinderarzt arbeiten, weil ich merke schon, wenn ich irgendwie im Urlaub bin, zwei, drei

00:06:37: Wochen und dann merke ich, dass mir die Kinder in der Praxis auch fehlen.

00:06:41: Also ich liebe es wirklich, ich liebe es mit den Kindern und mit den Eltern in der Praxis

00:06:46: zu arbeiten, wenn die kommen, wenn die sich freuen, wenn ich mit denen schnack haben kann,

00:06:51: wenn ich sehe, wenn sie zu den Vorsorgen kommen, wie sie sich entwickeln, wenn man Eltern

00:06:55: helfen kann, wenn die am Anfang noch kleine Babys waren und jetzt kommen sie rein und

00:07:00: sagen, hallo Dr.

00:07:01: Gatino und freuen sich und haben ihren Teddy dabei, damit man den heute auch mit untersuchen

00:07:04: kann.

00:07:05: Also es macht mir wirklich, wirklich, wirklich sehr viel Spaß in der Praxis.

00:07:10: Und jetzt muss ich mal fragen, ob dein Tag mehr als 24 Stunden hat, weil wenn ich mal

00:07:14: so überlege, wie kannst du das denn zeitlich alles schaffen?

00:07:17: Also Arztpraxis, Social Media Videos machen, dich da drauf natürlich ja wahrscheinlich auch

00:07:22: vorbereiten.

00:07:23: Bücher schreiben ja auch ganz nebenbei.

00:07:24: Du bist ja Spiegelbestseller-Autor und Podcast machst du ja auch noch.

00:07:29: Also Shows machst du noch.

00:07:31: Wie wuppst du das?

00:07:33: Ja, also letztendlich ist es dank meiner Frau, muss man ganz ehrlich sagen, wenn meine Frau

00:07:38: im Hintergrund nicht wäre, würde das nicht klappen, weil sie natürlich ganz viel dann

00:07:41: zu Hause wuppt mit den Kindern, während ich jetzt hier bei Radio Teddy bin, macht sie das

00:07:45: zu Hause.

00:07:46: Deswegen dann nochmal ein ganz großes Dankeschön.

00:07:48: Und letztendlich ist es wirklich, und das musste ich auch lernen erstmal, Zeiteinteilung.

00:07:53: Man muss sich das einfach einteilen, dass man sagt, okay, ich habe zum Beispiel auf

00:07:56: der Arbeit einen Tag reduziert.

00:07:58: Dafür nehme ich den Tag dann und da nehme ich dann den Podcast auf, dass die Sachen halt

00:08:02: an den Tag dann verlagere.

00:08:04: Einfach die Fragerunden sind halt immer am Wochenende, das fällt dann halt meistens

00:08:08: abends.

00:08:09: Wenn alle schon im Bett sind, zum Beispiel wenn die Kinder im Bett sind und irgendwie

00:08:12: jetzt nichts Großes ansteht, dann mache ich die Fragerunden.

00:08:14: Also man kann sich das schon einteilen und letztendlich ist es aber trotzdem immer noch

00:08:20: viel, muss man sagen.

00:08:22: Aber wie gesagt, es macht Spaß und so lange das noch klappt und so und die Familie jetzt

00:08:28: nicht irgendwie groß drunter leidet und sagt ja, der Papa, den sehen wir gar nicht mehr

00:08:31: oder sowas, dann würde ich das auch deutlich einschränken.

00:08:34: Aber das ist zum Glück jetzt noch nicht so.

00:08:35: Du bist ja angestellter Arzt, also das ist nicht eine Praxis für dich alleine, sondern

00:08:40: es ist ein Erzdauß mit mehreren Ärzten.

00:08:42: Im Vergleich zu deinen Kollegen, wie viele Kinder und Eltern möchten gerne zum Kids

00:08:46: Doc?

00:08:47: Ja, also letztendlich, das fragen viele, so oh, jetzt kommen die alle und so was.

00:08:51: Wir haben auch Aufnahmestopp, so wie die heißen Kinderarztpraxen.

00:08:54: So, wir nehmen natürlich Geschwister oder kleine Babys aus der Umgebung, einfach aus

00:08:59: Pferdenesgründen, aber so viele sind das gar nicht und viele meiner Patienten, die schon

00:09:05: länger betreuen, die wissen gar nicht, dass ich auf Social Media unterwegs bin.

00:09:09: Aber sind dann manchmal überrascht, wenn sie zum Beispiel jetzt hier auf Radio Teddy oder

00:09:12: so mich dann hören und dann sagen sie, ich glaube ich habe sie im Radio gehört, kann

00:09:15: das sein?

00:09:16: Und dann habe ich mal nach ihnen geguckt, sie sind ja total berühmt und so.

00:09:19: Also viele wissen das gar nicht und das ist eigentlich auch ganz nett, also wenn man da

00:09:23: einfach der Kinderarzt ist, der Dr.

00:09:25: Gatino und nicht irgendwie der Influencer.

00:09:27: Es ist ja auch immer so eine komische Sache, wenn man auf der einen Seite was ganz anderes

00:09:32: macht, also nicht was ganz anderes, aber nicht so in der Öffentlichkeit steht und dann kommt

00:09:36: sie, sie sind ja total berühmt und man denkt selber so, berühmt?

00:09:39: Echt?

00:09:40: Ich bin noch nicht, manche sagen auch so, oh du bist Radiomoderatorin, bist ja voll

00:09:45: berühmt und ich komme überhaupt gar nicht so vor.

00:09:47: Klar weiß ich, dass man mich in fast ganz Deutschland hört, aber für mich ist das ja so, so wie du

00:09:52: das vorhin erzählt hast, du redest in der Kamera und ich rede in einem Mikrofon, ich

00:09:56: sehe diese ganzen Menschen ja gar nicht und fühle mich gar nicht berühmt.

00:09:59: Wie ist denn das Gefühl für dich, wenn die Leute sagen, oh du bist ja voll berühmt?

00:10:02: Also ich kann das eins zu eins genauso unterschreiben, weil es genauso ist, also ich bin, ich bin

00:10:07: kommt gar nicht so vor, aber letztendlich sagen die dann, hey du bist Spiegelbesteller,

00:10:12: Zweifacher, du gehst, wenn man in jede Buchhandlung irgendwo reingeht, dann sieht man dein Gesicht,

00:10:17: weil du auf diesem Cover drauf bist, das ist schon krass und dann ja und dann hast du

00:10:21: den deutschen Podcast zweimal gewonnen und dann hast du ja und dann erst wenn andere

00:10:24: Leute einem das sagen, dann denken wir so, oh stimmt, stimmt, hoch, weil man so beim

00:10:30: im Alltag fällt es einem nicht auf, wo es mir auffällt natürlich ist, ich werde schon

00:10:34: angesprochen, also viel angesprochen, weil ich natürlich, also ich sag mal ich gehe selten

00:10:39: ins Altersheim, sondern ich gehe natürlich dorthin, wo häufig auch Kinder sind, weil

00:10:42: ich mit meinen Kindern dahin gehe, in den Indoor-Spielplatz, in Schwimmbad oder so,

00:10:46: und da sind natürlich auch andere Eltern, die Zielgruppe natürlich und die kennen einen

00:10:50: und die kommen dann auch und bedanken sich immer alle sehr höflich und stören auch nicht,

00:10:55: wenn ich mit den Kindern, also das ist wirklich eine super tolle Community, die da auf Social

00:11:01: Media ist und da merke ich das dann schon, oder wenn dann Freunde sagen, was war das

00:11:06: denn, die kennt dich ja und so und dann hab ich gesagt, ja oder wenn ich mit meinem Papa

00:11:10: manchmal unterwegs bin, dann sagt er auch schon so, mein Gott, man kann mit dir nicht

00:11:13: mal durch die Stadt laufen oder so, da wird es zu angesprochen, da fällt es mir dann auf.

00:11:18: Du hast 900.000 followers bei Social Media, du hast sie zweimal den deutschen Podcast-Preis

00:11:24: abgeräumt, also die Leute hören dir auf jeden Fall gerne zu und schauen dich gerne an, was

00:11:29: glaubst du, was das Geheimnis deines Erfolgs ist?

00:11:31: Das ist, da hab ich mich auch gefragt, weil ich dachte so, vielleicht kann man das irgendwie

00:11:37: noch besser machen oder ich weiß es nicht und so.

00:11:40: Ich glaube, es ist eine Kombination aus Wissen, dass man mir vertraut, was man sagt, okay,

00:11:45: der ist up to date, also ich gucke mir halt immer die neuesten Sachen an, also was medizinisch

00:11:50: up to date ist, aber auch meine Perspektive als Vater, weil ich sage immer, im gleichen

00:11:55: Satz sage ich immer, ja natürlich müssen wir das so und so mit unseren Kindern reden,

00:11:59: aber ja, ich raste auch mal aus abends, wenn ich jetzt irgendwie zum 500.000 mal sagen

00:12:04: muss, jetzt kommt Zähne putzen oder so.

00:12:06: Also ich glaube dieses Nahbare und dieses wirklich, ich versuche und das kommt glaube

00:12:12: ich auch so an, hoffentlich nie den Zeigefinger zu erheben.

00:12:15: Also nur dann, wenn es wirklich gefährlich wird, dann werde ich böse auf Social Media

00:12:19: auch, aber ansonsten versuche ich immer wirklich alle abzuholen und glaube, das ist so das

00:12:24: Geheimrezept, dass man sagt, okay, der ist einer von uns, weil ich ist ja auch Bind, also

00:12:28: ich bin genauso wie alle anderen Eltern auch genervt, manchmal.

00:12:33: Du machst es ja Spaß, hast du gesagt, Influencer zu sein und du hast auch gemerkt, dass da

00:12:38: eine Lobby ist, die das gerne möchte, du hast viele Nachfragen gekriegt, die Eltern waren

00:12:43: interessiert, als du damit angefangen hast, aber woran liegt denn das, dass es so nötig

00:12:48: erscheint, dass du solche tollen Videos verständlichen Videos machst, was ist mit uns Eltern?

00:12:54: Haben wir kein Bauchgefühl mehr für das, was wir eigentlich, also was unser Instinkt

00:12:58: ist?

00:12:59: Ja, die Frage ist immer, was ist Instinkt, was Bauchgefühl, da können wir jetzt eine

00:13:03: ganze Sendung noch mal füllen, weil letztendlich nächstes Mal, kleiner Spoiler.

00:13:07: Also nein, aber es ist, ich glaube, es ist einfach, wenn man in eine Praxis geht, sie

00:13:13: haben wir mal ganz ehrlich, also wer geht in eine Kinderarztpraxis und kann da jetzt

00:13:17: erstmal ganz entspannt seine Themen erstmal auf den Tisch legen oder sowas?

00:13:20: Man geht immer raus und denkt, das habe ich vergessen zu fragen, oder habe ich nicht

00:13:24: verstanden?

00:13:25: Genau, also das ist das erste, also erstens hat man es vergessen, was zu fragen, deswegen

00:13:29: sage ich immer, Leute schreibts euch auf, kommt mit Listen bitte.

00:13:32: Auch wenn andere Ärzte sagen, mit einer Liste oder so, aber dann hat man es nicht vergessen.

00:13:36: Und zweitens ist wirklich, dass man, ich, also mein Kredo ist immer in der Praxis, die

00:13:42: Eltern sollen nicht mit mehr Fragen rauskommen, als sie reingekommen sind, weil das habe

00:13:46: ich als Patient, als Jugendlicher zum Beispiel beim Arzt, gehasst und deswegen habe ich

00:13:50: gesagt, das darf nicht passieren und ich glaube, dass natürlich, da möchte ich meine Kollegen

00:13:55: und Kolleginnen da auch in Schutz nehmen, durch das System haben wir einfach kaum mehr Zeit

00:14:01: für Patientenkontakte richtig.

00:14:03: Zwischen dem ganzen husten, schnupfen, Heiserkeit sollen wir dann plötzlich auch noch irgendwie

00:14:08: wirklich das schwerkranke Kind rausfinden.

00:14:10: Wir müssen auch noch gucken, dass wir irgendwie, wir sind ja auch Familientherapeuten, wir

00:14:15: müssen dann gucken, das Kind wird gemobbt oder das irgendwie, das schlägt oder also

00:14:19: so viele andere Sachen, wo wir immer die ersten Ansprechpartner sind, wo ich sage, also das

00:14:24: überfordert in der Praxis natürlich und da gibt es einfach keinen Raum und da sind,

00:14:30: glaube ich, die Videos, die ich mache, gute Impulse, sage ich mal Impulse, weil natürlich

00:14:34: das sehr individuell ist, damit man einfach sich dann denkt, ach guck mal, so kann man

00:14:38: das auch sehen.

00:14:39: Ich sehe auch zum Beispiel meine Bücher immer gar nicht als Kompendium, wo jetzt alles über

00:14:44: alle Krankheiten drin steht, das wäre ja falsch, aber eigentlich, wenn man meine Bücher liest,

00:14:48: zum Beispiel also die Bestseller, die Ratgeber, dann sage ich mal, das sind Korrektive, damit

00:14:54: man endlich mal wieder versteht, was ist normal, weil die, auf Social Media hat man das Gefühl,

00:15:00: ja man flattert mit den Händen, dann ist man autistisch, dann ist man das oder so, also

00:15:03: das ist immer nur so schwarz und weiß und irgendwie verliert man und das haben wirklich

00:15:08: die Eltern dadurch, dass wir keine Medienkompetenz gelernt haben als Kinder und jetzt mit so

00:15:13: Medien zu tun haben, haben sie glaube ich

00:15:18: verlernt zu sehen, was sind gute Quellen und deswegen und was ist normal? Alles ist plötzlich

00:15:23: immer krankhaft, alles ist irgendwie komisch und da bin ich und ich sage, hey das, das,

00:15:27: bis dahin und bis dahin ist normal. Und das auf eine sehr humorvolle Art und Weise. Eines

00:15:33: deiner Lieblingsthemen habe ich ja auch gesehen, ich habe ja bei dir ein bisschen gestöbert, ist

00:15:37: ja auch das Entzaubern von Gesundheitsmüten. Ja, also ich sage immer, ich werde glaube ich in

00:15:42: Rente gehen und irgendwann hoffentlich ganz, ganz alt sterben und die Mütendegen, die ich

00:15:47: jeden Tag ankämpfe, werden weiter bestehen. Ich hoffe, dass wir das ändern. Ich hoffe. Hast

00:15:53: du da mal ein Beispiel oder einen Favoriten vielleicht? Ja, also der klassische Favorit ist

00:15:58: natürlich immer und Kind ist gerade auf die Welt gekommen und so gefühlt man hat irgendwie so

00:16:03: drei Tage zu Hause und dann kommt die erste Frage und schläft es schon durch. Wo man denkt so,

00:16:07: was soll das? Ja, natürlich schläft es durch und dann auch mit einem Jahr fragen dann ganz viele

00:16:15: und schläft es schon durch. Also das muss doch jetzt schon durchschlafen. Also das ist so der

00:16:18: größte Mythos oder dieses grundsätzlich immer dieses in der Gesellschaft, Kinder müssen funktionieren.

00:16:25: Das Kind muss jetzt schlafen, das muss doch das und das essen. Das sind so die

00:16:32: großen Mythen oder auch, dass man tragt ein Kind nicht so viel, macht das nicht so viel oder so

00:16:36: verwöhnt es nicht so viel, sonst tanzt es, dann tanzt ihr auf der Nase rum und so was. Es gibt

00:16:42: gute Studien. Berechnet schon, dass es schreit. Wenn ich glaube, dass ein Einjähriger das wirklich

00:16:48: schon berechnen kann, dann habe ich irgendwie nichts, was nicht verstanden, weil das geht gar nicht.

00:16:52: Also richtig Prozesse irgendwie in der Zukunft und sowas. Das geht frühestens in der Grundschule,

00:16:58: frühestens. Natürlich können wir Kinder an die Sachen gewöhnen. Das geht natürlich und da muss

00:17:04: man immer individuell schauen. Aber immer dieses schwarz-weiß, das ist immer schwierig.

00:17:09: So, jetzt klären wir bitte mal ein Gesundheitsmysterium, das sich seit meiner Kindheit zieht und wo

00:17:16: ich immer noch unsicher bin, wenn ich jetzt an meinen achtjährigen Sohn Hannes weitergebe, ob das stimmt.

00:17:20: Eis essen und Cola trinken, macht das Bauch weh. Das ist eine krasse Kombi, weil also ich würde

00:17:29: meinem Kind jetzt keine Cola geben. Aber deswegen Kinder Cola. Genau, es ist irgendwie eine Kinder Cola.

00:17:35: Nein, gibt es, macht gar nichts. Also irgendwelche anderen Getränke auf Eis, dumme Idee? Nein, also

00:17:42: dieses gibt es auch für Erwachsene, auf Wein kein Bier oder irgendwie sowas oder keine Ahnung, wie das da heißt.

00:17:47: Wie auf Wein, lasst das sein. Nein, also das ist total, das ist total egal. Oder auch dieses Eisessen,

00:17:55: das ist dann viel größerer Mythos. Eis essen macht Hals weh. Oh, er hat jetzt irgendwie Eis gegessen und

00:18:00: deswegen hat er jetzt Halsschmerzen. Jeden Tag in der Praxis bekomme ich das als Grund. Dann sage ich,

00:18:04: nein, nein, nein. Nein, macht nur schlechte Zähne gegeben. Genau, dann sage ich, nein, dann muss ich

00:18:08: immer auf die Seite der Kinder gehen und sagen, nein, da müssen wir jetzt mal gemeinsam gegen Mama und Papa

00:18:12: gehen. Das macht keine Halsschmerzen. Ich empfehle es sogar bei Halsschmerzen. Haben Sie mir auch empfohlen,

00:18:19: als ich meine Mandel-OP hatte, das ist noch gar nicht so lange, also doch, es ist zehn Jahre her,

00:18:23: aber ich war halt schon Erwachsene. Oh, das ist übel. Das ist das Schlimmste. Es war schlimmer,

00:18:27: als die Geburt meines Sohnes. Also gut, da hatte ich einen Kaiserschnitt, ich habe geschlafen, von daher

00:18:30: kann ich das nicht vergleichen, aber es war so schlimm und die Kinder tanzten alle um mich rum,

00:18:35: schon am zweiten Tag nach der OP über diese Gänge und ich saß da und dachte, selbst die Spucke war

00:18:40: mein Feind. Ich konnte gar keinen Eis essen, weil ich nicht ... Ganz schlimm ist dem. Ganz schlimm ist dem.

00:18:46: Erwachsene sind grundsätzlich immer bei Kinderkrankheiten auch, weil die denken immer, das

00:18:51: sind Kinderkrankheiten, aber sie können auch diese ganzen fiesen Handen und Fußkrankheiten und

00:18:56: sonst können auch Erwachsene noch mal bekommen, wenn sie sie noch nicht hatten und die leiden viel

00:19:00: mehr als Kinder. Also da können wir unseren Kindern mal wirklich auf die Schulter klopfen und sagen,

00:19:05: was die aushalten müssen und also und wie gut die das wegstecken und so und wenn wir da mal

00:19:11: irgendwie mit 39 oder 40 Fieber im Bett liegen, da sind wir halbt tot, weil wir uns nicht bewegen können.

00:19:16: Als ich noch kein Kind hatte, hatte aber meine Freundin schon ein Kind und das kam gerade in die

00:19:21: Kita und kam mit nach Hause mit einem Rotz und ich habe die besucht und habe mich angesteckt und

00:19:26: es ging mir noch nie so schlecht. Das Kinder sind ja Killerviren ohne Mist. Ich habe es so flach

00:19:32: gelegen. Die Kleine hat ein bisschen gehustet und ein bisschen geschnupft und ich habe wirklich so

00:19:37: flach gelegen. Also mein Entgegner sind auch diese Kitaviren. Auf der Arbeiter habe ich eine Maske

00:19:41: und sonst, wie es dann geht, aber wenn meine Kinder dann von der Kita oder von der Schule kommen

00:19:45: mit diesen ganzen Kinderkrankheiten mitbringen, das ist wirklich der Entgegner. So Magen,

00:19:51: Darm auch und so. Das ist wirklich, wirklich schlimm. Hand und Fuß habe ich auch mitgenommen von

00:19:56: meinem Sohn. Also muss man auch nicht als Erwachsener haben. Als ich Jugendliche war, ich war glaube

00:20:01: ich zehn oder elf, da habe ich Windpocken bekommen damals und meine Mutter war sich eigentlich

00:20:04: sicher, dass sie die gehabt hat und hatte sie aber nicht. Die lag echt fast zwei Wochen flach und

00:20:09: mit richtig Hochfieber und ich saß da und habe mich ein bisschen gekrafft. Also für mich war das gar

00:20:14: nicht schlimm. Also Kinderkrankheiten als Erwachsener zu kriegen, das ist wirklich nicht schön. Das macht

00:20:19: keinen wirklich Spaß. Von der richtigen Schnullergröße über Leusabehandlung und Hilfe bei Magen,

00:20:25: Darm bis hin zur richtigen Medienzeit für unsere Kids, deckst du ja in Sachen Gesundheitsfragen

00:20:31: auf deinem Profil schon jede Menge ab. Aber bei dir geht es ja nicht nur um die typisch physischen

00:20:37: Wehwähchen und Krankheiten von Kindern, sondern auch um die Psychi. Also du gibst auch Tipps für

00:20:42: ein harmonisches Familienleben. Wo holst du da die Expertise her aus deinem Familienleben oder

00:20:47: aus deinem beruflichen Leben oder als Kombi? Also ich würde sagen eine Kombi, wobei die Familie,

00:20:54: die ist eher so das Experimentierfeld, der dort versuchst dann aus zu probieren, ob das so klappt.

00:20:59: Nein, letztendlich lese ich einfach viel und ich habe natürlich auch Fortbildung, weil ich glaube

00:21:06: und also meine, ich habe ja am Anfang schon gesagt, Familientherapeut. Also wir sind ja nicht nur Kindererze,

00:21:12: sondern Familienärzte. Wir müssen ja immer alle mit behandeln, sage ich mal. Und da ist es wichtig,

00:21:18: dass man dann einfach auch versteht, welches Alter kann, welches Kind was, wie verstehen,

00:21:24: wie ist das neurologisch überhaupt möglich, wie kann man, was ist in der Erziehungspädagogik,

00:21:28: was ist da eigentlich der Goldstandard? Also weil letztendlich muss man ganz ehrlich sagen,

00:21:33: wird sowas ja im Studium nicht beigebracht. Das heißt, wenn ich zu meinem Kinderarzt oder

00:21:37: zu meiner Kinderärztin gehe und sie frage, ja mein Kind schlägt mich immer, was mache ich denn jetzt

00:21:41: oder so, dann kriege ich, wenn diese Person sich nicht vorher belesen hat, was jetzt eigentlich

00:21:46: der wirklich der gute Standard ist, was man da antworten würde, was würden Erziehungspädagogen

00:21:52: oder Psychotherapeutinnen antworten, dann kriegt man eine eigene Meinung und keinen Ratschlag. Und

00:21:57: das kann dann sein wie zum Beispiel, ja dann schlägt doch zurück oder dann drehen sie sich um oder

00:22:02: alles schon gehört. Also dann müssen sie den aufs Zimmer schicken oder sonst irgendwas, also so

00:22:07: diese Sachen, die die vielleicht gemacht haben, aber das ist nicht das, was wirklich, wo man auch

00:22:12: Studien und wo es wirklich auch Wissenschaft dahinter gibt, die sagt, okay so und so wird es gemacht.

00:22:16: Und das ist mir wichtig und deswegen informiere ich mich da immer wieder und ab to date und

00:22:20: gucke immer, dass das wirklich das Neuestest, damit ich dann einfach auch den Eltern solche

00:22:25: Sachen an die Hand geben kann, weil wir sind nun mal immer die ersten Ansprechpartner für solche

00:22:29: Themen auch. Absolut. Und über Social Media stellen dir ja auch die Eltern Fragen, du hast ja richtige

00:22:34: Frage runden. Vielleicht sind das auch Fragen, die man sich nicht traut, in der Praxis dir,

00:22:41: in Auge zu stellen oder überhaupt irgendeinem Arzt zu stellen. Was ist denn da so dabei,

00:22:45: was so dein Lieblingsgesundheitstipp ist, den wirklich jeder Vater und jede Mutter kennen

00:22:51: sollte? Kannst du da so einen sagen, was dein Favorit ist? Also ich sage immer, wenn es jetzt

00:22:57: was um was Medizinisches geht, sage ich immer, dass wir bei Temperatur, bei zum Beispiel beim

00:23:02: Fieber, weil das da ganz viele immer Angst haben, dass man, wenn das jetzt nicht ein Kind ist,

00:23:06: unter sechs Monaten, unter sechs Monate alte Säuglinge, das ist noch mal ein Spezialfall,

00:23:10: darüber reden wir jetzt nicht. Aber bei älteren Kindern, wenn die jetzt zwei, drei Jahre alt sind,

00:23:14: zum Beispiel oder älter, dass wir keine Temperaturkosmetik machen. Kosmetik? Ja, weil wir wollen

00:23:19: nicht, dass einfach nur eine schöne Zahl auf dem Thermometer steht, sage ich immer, weil das ist

00:23:24: ganz häufig so der Reflex, 39, jetzt muss ich was geben und das Kind ist aber quitschfidel und

00:23:29: spielt neben mir oder ist ein bisschen ruhiger, aber spielt oder guckt mit mir irgendwie was auf

00:23:34: dem Fernsehen. Dann ist das vollkommen okay und ich muss es nicht senken. Also deswegen sage ich

00:23:39: immer, keine Temperaturkosmetik, sondern wirklich, wir schauen und wir gehen zum Äußersten, wir

00:23:43: schauen uns das Kind an und gucken dann einfach, dass wir, wie geht es dem Kind? Wenn es dem Kind

00:23:49: gut geht, dann senke ich es nicht und wenn ich merke mit 38, den geht es richtig übel und der hat

00:23:54: irgendwie auch Schmerzen, also dann gebe ich was gegen das Fieber oder gegen die Schmerzen,

00:23:57: deswegen da wirklich auf das Kind achten, auf das Verhalten, wie es dem Kind geht, mit Essen

00:24:02: trinken und nicht nur auf die Temperatur. Ich weiß nicht, ob wir es schon ein, zwei Mal in unserem

00:24:07: Gespräch erwähnt haben, aber du bist ja auch Spiegel-Bestzeller-Autor, du hast vier Bücher

00:24:13: insgesamt geschrieben, ist das richtig? Ja, 1, 2, 3, 4 Bücher. Wir fangen mal an mit den beiden

00:24:20: Büchern, mit denen du Spiegel-Bestzeller-Autor bist. Das eine habe ich hier, wenn die Laus juckt und

00:24:26: der Zahn wackelt und der erste Teil hängt. Wenn der Rotz läuft und der Pups drückt. Okay, und das

00:24:30: sind typische Ratgeber. Genau, das sind die Elternratgeber, der erste ist von der Geburt bis

00:24:35: zum zweiten, dritten Lebensjahr, die überschneiden sich ein bisschen und wenn die Laus juckt und

00:24:39: der Zahn wackelt, das ist, da steht so von vier bis zwölf, aber eigentlich ist es auch schon

00:24:43: ein bisschen früher, auch so drei, zwei paar Themen bis so kurz vor der Pubertät, auch ein paar

00:24:49: Pubertätsthemen schon drin. Und das sind klassische Ratgeber, wie gesagt, so als Norm, dass man sagt,

00:24:54: okay, da werden verschiedene Sachen, also gerade bei dem neuen Buch für die älteren Kinder, auch

00:24:59: so Schulthemen, ADHS, Lernprobleme, wie kann man damit umgehen? Es ist natürlich kein Fachbuch jetzt

00:25:05: nur über ADHS, aber einfach, dass man sieht, okay, wann sollte ich jetzt doch mal das abklären

00:25:10: lassen? Und das finde ich immer ganz wichtig in meinen Büchern, dass man einfach so wieder so

00:25:14: ein bisschen dieses, was ist normal und wann sollte ich mal jetzt doch irgendwie mal drauf gucken

00:25:18: lassen, auch bei den anderen Büchern, bei den kleineren Kindern. Genau. Und dann noch zwei ganz,

00:25:22: ganz bunte Bücher. Das eine heißt, dass bunte gefühlswirr war. Und dann haben wir noch das große

00:25:28: geheimnis Kuddelmuddel. So was, was steckt hinter diesen beiden Büchern? Genau, da steckt ganz

00:25:34: viel Liebe drin, weil das diese Bücher haben wir, die Psychologin Hilal Virid, Psychotherapeutin,

00:25:41: Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, ist sie in der Nähe von Frankfurt und eine gute Freundin von mir.

00:25:45: Und wir haben gemeinsam gedacht, wir müssen irgendwie auch was für Kinder machen, aber auch

00:25:50: für Eltern. Und deswegen haben wir diese Bücher kreiert. Das erste ist ja das große Gefühlswirr

00:25:54: war. Da geht es darum, dass das sind immer so die vier Freunde, die in einer Klasse sind, in der

00:26:00: Grundschule und die erleben Abenteuer und die haben auch da so ihre kleine Rückzugs-Ecke. Und in

00:26:05: dem ersten Buch geht es darum, dass man einfach mit Gefühlen umgehen kann, Angst, Trauer, Wut,

00:26:12: dass man damit umgehen kann. Und da geben wir auch wirklich für die Kinder kindgerecht Beispiele,

00:26:18: wie sie das machen können. Also das ist ein Buch zum Vorlesen und oder selber lesen. Genau, so ist

00:26:23: das und wir haben halt eine tolle Illustratorin und deswegen haben wir super niedlich. Ich habe

00:26:28: es gerade aufgeschlagen, es ist wirklich so süß illustriert. Und wir kommen auch in diesen

00:26:32: Büchern drin vor. Wir sind die Ratgeber in diesen Büchern für diese Kinder, die dann dort sind.

00:26:37: Und da geht das vor allem in diesem Buch gibt es auch bei dem anderen, haben wir aber vorne auch

00:26:42: ein QR-Code und das vergessen viele, aber es ist ein QR-Code, wenn man den abscanned, dann kommt

00:26:47: man auf eine Seite, wo man ganz viele Zusatzmaterialien zu diesem Buch dann hat. Irgendwelche Arbeitsblättern,

00:26:55: die man gemeinsam mit den Kindern ausfüllen, ausmalen kann. Die Informationsblätter auch für

00:27:00: die Eltern. Wir haben in dem ersten Buch haben wir auch ganz viele Videos für die Eltern rein

00:27:04: gemacht. Also wirklich ganz, ganz viel. Und beim zweiten Buch, das große Geheimnis-Kuddel-Model,

00:27:09: da geht es um dieses Thema Geheimnisse, weil wir die Hilla-Lone Ich, wir fanden das auf Social

00:27:16: Media, das ganz häufig immer dieses gute und schlechte Geheimnis unterteilt wird. Und wir finden

00:27:21: das, weil wir damit ja auch konfrontiert sind in der Praxis jeweils, dass das eine schlechte

00:27:28: Unterteilung ist. Weil das einfach sehr viel Druck macht und Verpflichtung für dieses Kind,

00:27:33: dass das selbst entscheiden muss, ob es jetzt ein gutes oder ein schlechtes Geheimnis ist. Und

00:27:37: deswegen haben wir hier in diesem Buch einen neuen Ansatz, den haben wir uns jetzt nicht ausgedacht,

00:27:41: sondern der wird eigentlich auch so empfohlen, dass alle Geheimnisse erzählt werden, wir

00:27:45: entarteilen in Geheimnisse und Überraschungen. Und da gibt es eine schöne Geschichte dazu. Und

00:27:50: deswegen finden wir dieses Buch noch wichtiger, weil das auch präventiv natürlich wichtig ist,

00:27:54: wenn wir um andere Themen, gerade bei Kindeswohlgefährdung, wenn es darum geht. Und da kann

00:28:01: man direkt von vornherein anfangen, einfach das Wort Geheimnis anders zu benutzen, als wir es

00:28:06: benutzen, weil wir benutzen ganz häufig, dass sie so unser Geheimnis ist. Auch wenn man es einfach

00:28:10: gar nicht so do findet. Also einfach nur, ja, wir machen jetzt hier irgendwie, hast mal einen

00:28:14: Bomben bekommen oder von der Oma oder so. Und da versuchen wir wirklich, dass das rauskommt und

00:28:19: dass man einfach alle Geheimnisse erzählt, damit man dann anderen Leuten, die vielleicht nicht

00:28:24: so schönes vorhaben, dass man denen auf jeden Fall nicht in die Karten spielt. Vito, Vito,

00:28:28: jetzt fängst du, jetzt bist du schon Vito, oder? Ja, jetzt kenn ich auch. Zack ist der Portugies Italiener

00:28:34: geworden, das geht ganz schnell. Vito, wir haben ja jetzt schon so viel über dich erfahren. Du bist

00:28:42: bei Social Media, du bist Arzt, du bist Bestsellerautor, du machst ein Podcast und du lebst doch bestimmt nach

00:28:50: einem ganz bestimmten Motto. Darum würde ich jetzt gerne mal wissen, was ist denn so? Euer Hashtag.

00:28:56: Nach was lebst du? Was ist dein Hashtag? Was, wie würdest du das sagen? Das ist wirklich eine

00:29:01: schwere Frage, finde ich. Also wenn es jetzt so wirklich privat auf mein Leben geht, dann würde

00:29:06: ich immer sagen, dass man immer ein Lächeln auf dem Gesicht haben sollte. Und auch wenn es mal

00:29:14: richtig, richtig schlecht ist, dass man einfach mit einem Lächeln kann man wirklich auch den Tag

00:29:19: überstehen und dann gucken, ob es am Ende wirklich so schlimm war oder nicht. Und weil ich, weil

00:29:24: jeder hat mal irgendwie schlechte Tage, aber ich finde, wenn man mit einem Lächeln durchs Leben

00:29:27: geht, dann kriegt man auch ganz viel Lächeln auch zurück und das gibt mir viel. Das sehe ich auch

00:29:32: bei Kindern. Deswegen bin ich gerne Kinderarzt, weil Kinder sind sehr ehrlich und wenn man sehr

00:29:36: empathisch auf Kinder zugeht, dann kommt ganz viel zurück und das, das gibt mir auch viel. Und wenn es

00:29:43: beruflich geht, dann würde ich sagen Eltern kompetenter machen, damit sie in dieser Wüste an

00:29:49: verschiedenen Fake News und Glaubens setzen und Instinkten, die von unseren Großeltern oder so

00:29:55: was gegeben worden sind, dass man da wirklich, wirklich kompetenter wird und eigenes Wissen dann

00:30:02: einfach auf den Tisch legen kann. Und das machst du auf jeden Fall. Es hat mir so wahnsinnig viel

00:30:06: Spaß gemacht mit dem hier zu quatschen. Schade, dass es jetzt schon um ist. Es ging wirklich sehr

00:30:11: schnell. Ich bin jetzt ein bisschen überrascht. Aber wir beide haben ja schon im Vorgespräch

00:30:14: besprochen. Wir sehen uns wieder, richtig. Wir sehen uns wieder. Also es ist keine Drohung,

00:30:18: sondern es ist was Freudiges. Absolut. Ich danke dir vielmals, dass du hier warst. Vielen, vielen Dank auch.

00:30:25: Das Familienradio für den ganzen Tag.

00:30:30: # Der Riedelteddy.

00:30:32: * Lachen *

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